. Pollenallergie

Milder Winter macht Menschen mit Heuschnupfen zu schaffen

Der milde Winter macht Menschen mit Heuschnupfen zu schaffen. Viele Menschen mit einer Pollenallergie leiden bereits jetzt unter den Symptomen.
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Hasel-Pollen können bereits schon jetzt allergische Symptome hervorrufen

Der milde Winter macht Menschen mit Heuschnupfen zu schaffen. Die Nase kribbelt, die Augen jucken und tränen – viele Menschen mit einer Pollenallergie leiden bereits jetzt unter den Symptomen.

Pollenmessstationen bestätigen: Der Pollenflug hat in diesem Jahr besonders früh begonnen. Das meldet der Allergieinformationsdienst des Helmholtz Zentrums München. So waren bereits ab der zweiten Januarwoche Haselpollen unterwegs.

Temperaturen ließen Bäume früher blühen

Ursache: Temperaturen von teilweise zehn Grad und mehr ließen die Bäume besonders früh erblühen und mit der Pollenproduktion beginnen. In München hat der Haselpollenflug so früh wie in den letzten zehn Jahren nicht begonnen. In einigen Regionen Deutschlands haben die Haselpollen bereits eine geringe bis mittlere Belastung erreicht.

Auch Erlenpollen sind bereits nachweisbar. Beim täglich aktualisierten Pollenflug Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (dwd.de/pollenflug) sind bislang aber nur Regionen mit einer geringen Belastung auszumachen. Doch niederschlagsfreie Phasen gepaart mit Sonnenschein könnten in den nächsten Tagen den Flug der Pollen befördern.

 

CO2-Konzentration fördet Pollenbilung

Normalerweise fliegen Hasel- und Erlenpollen erst ab Februar, im Frühjahr gefolgt von der Birke. Im Frühsommer beginnt die Gräserblüte und die Blüte des Roggens. Ab etwa Mitte Juli folgt der Beifuß. Im Spätsommer verlängert sich zudem die Pollensaison durch das eingeschleppte und in Ausbreitung begriffene Traubenkraut (Ambrosia).

Nicht nur ein Anstieg der Lufttemperatur sondern auch der atmosphärischen Kohlendioxid (CO2)-Konzentration führt dazu, dass die Pollenproduktion allergieauslösender Pflanzenarten zunimmt, darauf weist das Helmholtz Zentrum hin

Heuschnupfen: Allergie-Symptome nicht auf leichte Schulter nehmen

Mehr als 15 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind Pollenallergiker und die Tendenz ist weiter zunehmend. Symptome wie Fließschnupfen, Bindehautentzündung bis hin zu Asthma sind damit verbunden. Hinzu kommen oftmals Kreuzreaktionen mit Nahrungsmitteln.

Auch wenn die Intensität der allergischen Reaktionen individuell sehr unterschiedlich ist, so gibt es dennoch einen engen Zusammenhang zwischen der Stärke der Symptomatik und der Pollenkonzentration in der Atemluft. Für eine gezielte Prophylaxe ist es sinnvoll, täglich aktualisierte Informationen über die erwartete Pollenbelastung abzurufen. Menschen mit Heuschnupfen sollten Allergie-Symptome nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern rechtzeitig ihre Medikamente einnehmen, rät der DWD.

Anfang und Ende der Pollensaison variiert

Grundlagen der Vorhersagen des Pollenflug Gefahrenindex sind die regionalen kurz- und mittelfristigen Wettervorhersagen des DWD sowie die von der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst mit Pollenfallen gemessenen und ausgewerteten Pollenkonzentrationen.

Da der Verlauf der Pollensaison eng mit dem Blühverhalten der Pflanzen verbunden ist, bieten die phänologischen Vorhersagen und Beobachtungsdaten des DWD, die von der Abteilung Agrarmeteorologie zur Verfügung gestellt werden, eine weitere wertvolle Unterstützung. Hier wird das Pflanzenwachstum in der freien Natur beobachtet. Anfang und Ende der Pollensaison können aufgrund unterschiedlicher Witterungsverläufe von Jahr zu Jahr um mehrere Wochen variieren.

Foto: fizkes/adobe.stock

Autor: bab
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