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Migräne-Patienten brauchen Kohlenhydrate

Wer unter Migräne leidet, sollte regelmäßig Kohlenhydrate zu sich nehmen. Das sagt der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin, Dr. Gerhard Müller-Schwefe, der Agentur dpa.
Migräneanfall

Das Gehirn von Migräne-Patienten braucht Kohlenhydrate

Patienten mit häufigen Kopfschmerzen müssen regelmäßig Kohlenhydrate essen. Migräne-Patienten haben ein Gehirn, das sehr intensiv und sehr schnell Informationen verarbeitet. Dadurch hat es einen höheren Energiebedarf", zitieren verschiedene Medien den Mediziner.

Ihr allgemeines Wohlbefinden könnten Schmerzpatienten durch eine ballaststoffreiche Ernährung verbessern. Besonders in Gemüse und Obst stecken viele Ballaststoffe. Es sollte allerdings nicht püriert sein, sondern frisch. "Die Fasern bürsten den Darm. Und wenn der Darm gut funktioniert und sich regelmäßig entleert, fühlen wir uns insgesamt wohler", so Müller-Schwefe.

Migräne-Patienten brauchen Kohlenhydrate

Verschieden Studien kamen in letzter Zeit zu dem Ergebnis, dass eine kohlenhydratärmere und fettreichere Diät (Low Carb) zu einem größeren Gewichtsverlust als eine fettarme Diät (Low Fat) führt. Und gerade in den ersten Monaten des Jahres versuchen viele Menschen, dem Winterspeck zu Leibe zu rücken und abzunehmen. Doch Migräne-Patienten sollten auf eine Low-Carb-Diät verzichten, so der Mediziner.

Andreas Pfeiffer vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam rät generell von einem völligen Verzicht auf Kohlenhydrate ab. Der menschliche Körper sei an Ballaststoffe und Vitamine aus Getreide-Produkten gewöhnt. Er empfiehlt, 40 bis 50 Prozent der Ernährung mit Kohlenhydraten abzudecken. Von Vorteil seien langsam resorbierbare Kohlenhydrate, wie sie zum Beispiel in Vollkornbroten mit ganzen Körnern enthalten sind. Sie enthalten mehr Fasern.

Regelmäßige Mahlzeiten empfohlen

Bei der Schmerzklinik Kiel heißt es, dass das Auslassen von Mahlzeiten einen Migräneanfall auslösen kann. Auch die Experten das US-Fachmagazins Headache kommen zu dem Schluss: Das regelmäßige Einhalten von Mahlzeiten bringt mehr Erfolg zur Kontrolle der Migräne als jegliche spezifische Diät oder Vermeidung von Nahrungsmitteln.

Es gibt zwar bekannte Trigger-Faktoren wie Alkohol, insbesondere Rotwein, asiatisches Essen, Koffein-Entzug, gereifter Käse, Schokolade. Doch die lösten nicht konsistent einen Anfall aus. Zu weiteren möglichen Auslösern gehören plötzlicher Stress, Veränderungen des Tagesrhythmus, ausgeprägte Emotionen. hormonelle Veränderungen sowie Überanstrengung und Erschöpfung.

Gehirn reagiert empfindlich auf Änderungen

Die eigentliche Ursache der schmerzhaften und von starkem Unwohlstein begleiteten Anfälle besteht aber in einer spezifischen, übermäßigen Reaktionsbereitschaft des Organismus. Ein Gehirn, das anfällig für Migräneattacken ist, scheint besonders empfindlich auf Änderungen im Körper zu reagieren. Zur vorbeugenden Behandlung gibt es daher auch komplementärmedizinische Ansätze wie Entspannungsverfahren.

Foto: Africa Studios/fotolia.com

Autor: bab
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