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Menschen mit Leberzirrhose oft nicht fahrtüchtig

Sonntag, 8. April 2012 – Autor:

Therapie gegen Hirnschäden

Mössner rät deshalb, die Erkrankung frühzeitig zu behandeln. Eine effektive Therapie sei heute durch Laktulose und Antibiotika möglich. Der synthetische Zweifachzucker begünstigt das Wachstum von Darmbakterien, die Milchsäure statt Ammoniak produzieren. Laktulose beschleunigt zudem die Darmpassage und führt zu einer sogenannten osmotischen Diarrhoe. Dadurch bessere sich der Schweregrad der Enzephalopathie. Ein Antibiotikum tötet schliesslich die schädlichen Darmbakterien gezielt ab. "Die Therapie kann ohne grössere Risiken über längere Zeit fortgesetzt werden", sagt Professor Mössner. Eine frühe Therapie sei vor allem deshalb wichtig, weil die Hirnschäden oft nicht umkehrbar sind - und auch die Fahrtauglichkeit gehe dauerhaft verloren.

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