Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 
18.01.2014

Mehrheit der Deutschen für aktive Sterbehilfe

Dreiviertel der Deutschen befürworten die aktive Sterbehilfe im Falle einer schweren Krankheit. Noch mehr Zustimmung findet die geplante gesetzliche Regelung. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK.
Die aktive Sterbehilfe ist in Deutschland bislang nicht eindeutig geregelt

Die aktive Sterbehilfe ist in Deutschland bislang nicht eindeutig geregelt

Vor dem Hintergrund, dass der Deutsche Bundestag die aktive Sterbehilfe bei unheilbaren Krankheiten gesetzlich regeln soll, hat die Krankenkasse DAK Gesundheit eine repräsentative Umfrage unter 1.000 Bundesbürgern durchführen lassen. Demnach sind 79 Prozent dafür, dass der Deutsche Bundestag wie geplant eine gesetzliche Regelung zum Thema trifft. Ein entsprechendes Gesetz, das die aktive Strebhilfe regelt, gibt es in Deutschland bislang nicht.

Aktive Sterbehilfe: Im Osten mehr Befürworter als im Westen

Im Falle einer schweren, unheilbaren Krankheit möchten 70 Prozent der Befragten die Möglichkeit zur aktiven Sterbehilfe haben, sei es durch einen Arzt oder Hilfe bei der Selbsttötung. Im Osten Deutschlands kommt die aktive Sterbehilfe mit 82 Prozent noch besser an als im Westen: Hier sind 67 Prozent für eine aktive Sterbehilfe. Gegen eine aktive Sterbehilfe sprechen sich laut Umfrage 22 Prozent der Deutschen aus.

„Die Ergebnisse zeigen, dass die Politik ein Thema diskutiert, dass die Menschen sehr bewegt“, erklärt der Vorstandschef der DAK-Gesundheit, Herbert Rebscher. Es werde aber auch deutlich, dass es noch weiteren Aufklärungsbedarf gebe. Die Meinungsforscher hatten herausgefunden, dass sich über die Hälfte der Befragten nicht gut informiert fühlt, welche Regelungen bei der Sterbehilfe derzeit gelten. Gut informiert fühlen sich dagegen nur acht Prozent.

 

Patientenverfügungen sind im Kommen

Etwas besser informiert scheinen die Deutschen beim Thema Patientenverfügung zu sein. Jeder vierte Befragte hat laut Umfrage bereits eine Patientenverfügung gemacht, immerhin 48 Prozent der Befragten wollen ein derartiges Dokument künftig verfassen. 23 Prozent lehnen eine Patientenverfügung grundsätzlich ab. In einer Patientenverfügung werden etwa lebenserhaltende Maßnahmen geregelt. 

Foto: © CandyBox Images - Fotolia.com

Hauptkategorie: Gesundheitspolitik
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Sterbehilfe
 

Weitere Nachrichten zum Thema Sterbehilfe

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten


Bei schweren Covid-Verläufen richtet meist das eigene Immunsystem mehr Schaden an als die eigentliche Virusinfektion. Forscher haben nun herausgefunden, dass dabei ein natürliches Gewebe-Schutzprogramm aus dem Ruder läuft, die sogenannte Seneszenz. Die Erkenntnisse sind für neue Behandlungsmöglichkeiten relevant.
 
Interviews
Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.

Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.

Logo Gesundheitsstadt Berlin