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Mehr Patienten, kürzere Behandlung

Die Verweildauer in deutschen Krankenhäusern ist 2011 weiter gesunken, während die Zahl der Behandlungen angestiegen ist. Dies geht aus der aktuellen Krankenhausstatistik des Statistischen Bundesamtes hervor.
Kürzer im Krankenhaus

Kürzer im Krankenhaus

Durchschnittlich 7,7 Tage verweilte im Jahr 2011 ein Patient in einem deutschen Krankenhaus, 2010 waren es noch 7,9 Tage. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Grundlage vorläufiger Ergebnisse der Krankenhausstatistik weiter mitteilt, wurden im Jahr 2011 insgesamt 18,3 Millionen Patientinnen und Patienten stationär im Krankenhaus behandelt. Das waren rund 300.000 Fälle mehr als 2010, was einer Zunahme von 1,6 Prozent entspricht.

 

Die Zahlen zeigen, wie gross der Rationalisierungsdruck für Kliniken geworden ist: Die Klinikaufenthalte werden aus wirtschaftlichen Gründen so kurz wie möglich gehalten, aber in Folge der demografischen Entwicklung muss eine wachsende Zahl an Patienten stationär behandelt werden. 42 Prozent aller Krankenhauspatienten sind älter als 65 Jahre.

Zahl der Beschäftigten in Krankenhäusern nimmt zu

Dass immer mehr Patienten im Krankenhaus behandelt werden müssen, wirkt sich offenbar positiv auf die Zahl der Arbeitsplätze im Krankenhaus aus: Wie Ute Bölt vom Statistischen Bundesamt mitteilt, nahm die Zahl der im Krankenhaus beschäftigten Vollkräfte im Vergleich zum Vorjahr sowohl im ärztlichen als auch im nichtärztlichen Dienst um 2,8 Prozent zu. "Rund 839.000 Vollkräfte kümmerten sich 2011 um die Versorgung der Krankenhauspatientinnen und -patienten", berichtete Ute Bölt. "Davon zählten knapp 139.000 zum ärztlichen Dienst und 701. 000 zum nichtärztlichen Dienst, darunter allein 310. 000 Vollkräfte im Pflegedienst." Zum Vergleich: 2010 waren 306.000 Vollkräfte im Pflegedienst beschäftigt.

Anteil der privaten Träger gestiegen

Deutschland gilt mit derzeit 2.041 Kliniken als überversorgt. Dennoch hat sich die Bettenzahl gegenüber dem Vorjahr kaum verändert und liegt bei 502.000. Die Auslastung der Betten sank im Vergleich zum Jahr 2010 leicht und lag mit 77,3 Prozent geringfügig unter dem Vorjahreswert von 77.4 Prozent.

Zwar steht noch immer nahezu jedes zweite Bett in einem öffentlichen Krankenhaus, doch der Anteil der privaten Häuser nimmt stetig zu und ist in 2011 auf über 17 Prozent gestiegen. Anders bei den freigemeinnützigen Häusern: Ihr Anteil ist - laut Destatis - in 2011 auf 34 Prozent gesunken. Die durchschnittliche Verweildauer liegt bei den privaten Trägern mit 8,5 Tagen höher als in den öffentlichen Häusern.  

Foto. AOK Mediendienst

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