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13.07.2020

Mehr Menschen denn je zur Knochenmarkspende bereit

Das Zentrale Knochenmarkspenderregister Deutschland meldet einen Rekord: Zehn Millionen Menschen haben sich danach als Knochenmarkspender registrieren lassen. Eine Stammzellspende kann Blutkrebspatienten das Leben retten.
Zehn Millionen registrierte Knochenmarkspender: DKMS meldetRrekord

Zehn Millionen registrierte Knochenmarkspender: DKMS meldetRrekord

Ende Mai waren zehn Millionen potenzielle Knochenmarkspender bei der DKMS an sechs internationalen Standorten registriert. Damit meldet das Zentrale Knochenmarkspenderregister Deutschlands einen Rekord. „Dank des Engagements vieler Freiwilliger und Unterstützer auf der ganzen Welt erhöht diese Rekordleistung die Wahrscheinlichkeit für Patientinnen und Patienten einen passenden Spender oder eine Spenderin zu finden und so eine zweite Chance auf Leben zu bekommen“, erklärte Dr. Elke Neujahr, Vorsitzende der Geschäftsführung der DKMS anlässlich des Weltblutkrebstages am 28. Mai.

Die sechs Standorte der DKMS umfassen neben Deutschland auch die USA, Polen, UK, Chile und Indien. Mit zehn Millionen registrierten potenzielle Stammzellspendern stellt die Stammzellspenderdatei damit rund 30 Prozent der globalen Gesamtspenderzahl.

Weniger Registrierungen durch Corona

Allerdings gab es durch die Corona-Pandemie einen Einbruch bei der Spendenbereitschaft. Vor der Coronakrise haben sich Monat für Monat auf Veranstaltungen der DKMS in ganz Deutschland rund 25.000 neue Spender in die Spenderdatei aufnehmen lassen. Zwischen März und Mai waren es nur noch 8.000 pro Monat.

Grund ist, dass die DKMSzu Beginn der Pandemie sämtliche Veranstaltungen vor Ort ausgesetzt hat. Mit alternativen Angeboten wurde aber frühzeitig auf die veränderte Situation reagiert: Neben der klassischen Online-Registrierung über die Homepage, kann man jetzt auch online eine Registrierungsaktion veranstalten – zum Beispiel für betroffene Patienten im Familien- oder Freundeskreis. Doch es bleibe ein Rückgang um etwa 60 Prozent durch die Coronakrise – „und damit viel aufzuholen!“, sagt Neujahr.

 

Gesunde Spender zwischen 17 und 55 Jahren gesucht

Die DKMS kämpft seit 1991 gegen Blutkrebs. „Jede und jeder Einzelne kann helfen – insbesondere junge Menschen“, erklärt Dr. Elke Neujahr. Denn junge Menschen ab 17 Jahren stehen über einen langen Zeitraum als potenzielle Spender:innen zur Verfügung und bringen aufgrund ihres Alters in der Regel gute körperliche Voraussetzungen für eine Stammzellspende mit.“

Eine Registrierung ist für alle gesunden Menschen im Alter von 17 bis 55 Jahren möglich. Das geht online unter www.dkms.de. Danach bekommt man ein Registrierungsset zugeschickt.

Kommt es zur Knochenmarkspende reicht nach Angaben der DKMS in den meisten Fällen eine ambulante Entnahme der Stammzellen aus. Nur in 20 Prozent der Fälle sei eine etwas aufwändigere Knochenmarkspende nötig.

Allein in Deutschland erhält alle 15 Minuten ein Mensch die Diagnose Blutkrebs, das sind jedes Jahr rund 39.000 Neuerkrankungen.

Foto: © Adobe Stock/ Dan Race

Autor: ham
Hauptkategorien: Gesundheitspolitik , Medizin
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