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17.12.2013

Mehr Krebsfälle in Deutschland

Der demografische Wandel hat zu mehr Krebsfällen in Deutschland geführt. Das zeigen neueste Daten des Robert Koch-Instituts. Die RKI-Experten schätzen, dass die Zahl der Neuerkrankten in 2014 auf eine halbe Million ansteigen wird.
Demografische Wandel treibt Zahl der Krebsfälle in die Höhe

Demografische Wandel treibt Zahl der Krebsfälle in die Höhe

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat soeben die neuen Daten zu „Krebs in Deutschland“ vorgelegt. Demnach sind in 2010 rund 477.3000 Menschen neu an Krebs erkrankt, davon 252.400 Männer und 224.900 Frauen. Gegenüber dem Jahr 2000 ist dies eine erhebliche Steigerung: Bei 21 Prozent mehr Männern und 14 Prozent mehr Frauen wurde in 2010 eine Krebserkrankung diagnostiziert. Das RKI rechnet damit, dass diese Entwicklung anhält und  in 2014 etwa eine halbe Million Menschen an Krebs erkranken werden.

Demografischer Wandel und Krebserkrankungen

Die RKI-Experten führen den stetigen Anstieg der Krebsfälle auf den demografischen Wandel zurück. Die altersstandardisierten Erkrankungsraten des Krebsregisters zeigen nämlich, dass es ohne diese demografische Veränderung bei Männern keine Zunahme von Krebsfällen geben würde. Bei Frauen wäre es nur zu einem Anstieg um etwa sieben Prozent gekommen. Dieser Anstieg sei sehr wahrscheinlich auf die Einführung des Mammographie-Screenings zurückzuführen, heißt es in einer Mitteilung des RKI. Zumindest in der Anfangsphase eines solchen Programms würden mehr Brusttumore in Frühstadien entdeckt.

 

Prostatakrebs und Brustkrebs sind die häufigsten Krebsarten

Die häufigsten Krebserkrankungen waren bei Männern Prostatakrebs (65.830) und Lungenkrebs (35.040). Frauen erkrankten am häufigsten an Brustkrebs (70.340) und Darmkrebs (28.630). Basis für die Schätzungen des RKI sind Daten aus den epidemiologischen Krebsregistern der Bundesländer. Diese werden seit 2009 am Zentrum für Krebsregisterdaten des RKI zusammengeführt.

Foto: © Kamaga - Fotolia.com

Hauptkategorien: Demografischer Wandel , Medizin
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