. Diabetes

Mehr Krankenkassen erstatten schmerzfreies Blutzucker-Messgerät

Mehr gesetzliche Krankenkassen übernehmen jetzt die Kosten für das schmerzfreie Blutzucker-Messgerät FreeStyle Libre. Das berichtet der Hersteller. Bislang kamen DAK und TK dafür auf.
FreeStyle Libre

Sensor und Lesegerät des Glukose-Messsystems FreeStyle Libre

Das Gerät FreeStyle Libre wurde bislang von der DAK Gesundheit und der TK erstattet. Nun kommen auch die AOK PLUS, die KKH Kaufmännische Krankenkasse, die Knappschaft, die SBK-Siemens BKK, die BKK Mobil Oil sowie die Audi BKK für das Flash-Glukose-Messsystem auf – auf Antrag. Gedacht ist es für Diabetes-Patienten, die eine intensivierte Insulintherapie benötigen.

FreeStyleLibre ist ein FGM-Gerät (Flash Glucose Monitoring). Es misst die Blutzuckerwerte mit einem Sensor, der auf der Haut getragen wird und die Glukosewerte im Unterhautgewebe misst. Die Daten liest der Patient mit einem kleinen Lesegerät aus. Das zeigt den Verlauf der Blutzuckerwerte an.

Automatische Alarmfunktion fehlt

Eine automatische Alarmfunktion wie bei einem anderen Geräte-Typ, den rtCGM-Geräten (Real Time Continuous Glucose Monitoring), fehlt. Hier funkt der Sensor die Daten kontinuierlich an ein Empfangsgerät. Das schlägt akustischen Alarm, wenn sich eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) oder Überzuckerung (Hyperglykämie) ankündigt. Die rtCGMGeräte werden von den Kassen schon länger erstattet.

Bei beiden Systemen müssen die Sensoren regelmäßig gewechselt werden. Vorteil beim FreeStyle Libre (Hersteller Abbott): Der Sensor muss anders als bei den rtCGM-Geräten (Hersteller u.a. Nintamed, Medtronic) nicht jeweils vor dem ersten Einsatz kalibriert werden - dabei sind Blutzuckerwerte zunächst „blutig“ zu messen und per Hand einzugeben.

 

Mehr Krankenkassen übernehmen schmerzfreies Blutzucker-Messgerät

Patienten berichten, der FreeStyle Libre sei einfacher in der Anwendung als die rtCGM-Geräte, sagt DAK-Sprecherin Dorothea Wiehe. Neben den gesetzlichen Krankenkassen übernehmen auch fast alle privaten Krankenversicherungen die Kosten für das FGM-Gerät, abhängig vom jeweiligen Tarif beziehunsgweise den Versicherungsbedingungen.

Foto: Abbott

Autor: bab
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Blutzucker
 

Weitere Nachrichten zum Thema Blutzucker

 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
Noch müssen Ärzte in Deutschland keine Triagierung von COVID-19-Patienten vornehmen. Doch was wenn, die Intensivkapazitäten auch hier zu Lande nicht reichen? Gesundheitsstadt Berlin hat über das bedrückende Thema mit Prof. Dr. Elisabeth Steinhagen-Thiessen gesprochen. Die Charité-Medizinerin befasst sich als Mitglied des Deutschen Ethikrats und einer soeben eingerichteten Task Force des Berliner Senats intensiv mit dem Worst-Case-Szenario „Triagierung“.
Mitte Mai erwarten Virologen eine Coronapatientenwelle und damit die erste Belastungsprobe für das deutsche Gesundheitssystem. Nach Aufrufen von Politik und Universitäten haben Tausende Medizinstudenten ihre Bereitschaft signalisiert, in die Bresche zu springen. Aber wo? In Deutschland gibt es fast 2.000 Krankenhäuser. Auf einer Internet-Plattform können Freiwillige und Einrichtungen jetzt zueinanderfinden.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

Friedrich von Bodelschwingh-Klinik, Landhausstraße 33 – 35, 10717 Berlin

Friedrich von Bodelschwingh-Klinik, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Landhausstraße 33 – 35, 10717 Berlin Mehrzweckraum, EG
 
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Interviews
Work-Life-Balance, geregelte Arbeitszeiten – in altersgemischten Stationsteams prallen Welten aufeinander. Wie sich der Generationenkonflikt im Krankenhaus lösen lässt, weiß Professor Wolfgang Kölfen, Chefarzt und Kommunikationsberater aus Mönchengladbach.
Die Universitätsmedizin Essen ist Smart Hospital und aktiv am Aufbau des virtuellen Krankenhauses in Nordrhein-Westfalen beteiligt. Über die Chancen der digitalen Transformation und die Hürden auf diesem Weg hat Gesundheitsstadt Berlin mit der Digital Change Managerin der Universitätsmedizin Dr. Anke Diehl gesprochen.