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07.10.2021, aktualisiert: 07.10.2021

Mehr als 900.000 Personen schon zum dritten Mal geimpft

Seit September wird in Deutschland Senioren eine Auffrischungsimpfung angeboten. Bis dato haben mehr als 900.000 Personen das Angebot wahrgenommen. Seit heute empfiehlt nun auch die STIKO gesunden Menschen über 70 die dritte Spritze.
Auffrischungsimpfungen für alle? EMA und STIKO haben unterschiedliche Auffassungen

Auffrischungsimpfungen für alle? EMA und STIKO haben unterschiedliche Auffassungen

Wer sollte eine dritte Covid-Impfung erhalten? Die Politik ist der Auffassung, dass vor allem ältere Menschen und weitere vulnerable Gruppen von dem Booster profitieren. Dazu gehören in erster Linie Menschen in Pflegeeinrichtungen, Hochbetagte sowie Personen mit einem geschwächten Immunsystem, aber auch medizinisches Personal. Diesen Gruppen wird seit September vorrangig eine dritte Impfung angeboten. Bis dato haben 920.992 Personen in Deutschland das Angebot wahrgenommen.

Alter ist für die STIKO keine Indikation

Die Gesundheitsministerkonferenz hatte bereits Anfang August grünes Licht für die Auffrischungsimpfung gegeben. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Ständige Impfkommission (STIKO) noch keine derartige Empfehlung ausgesprochen. Erst am 24. September sprachen sich die Kommissionsmitglieder für eine Auffrischungsimpfung aus, sofern eine Immundefizienz vorliegt. Die zusätzliche Impfstoffdosis sollte etwa sechs Monate nach einer COVID-19-Grundimmunisierung mit einem mRNA-Impfstoff erfolgen. Bei Patienten mit starker Immunschwäche, etwa nach Organtransplantation oder im Rahmen einer immunsuppressiven Krebstherapie, kann die dritte Impfung schon vier Wochen nach der Grundimmunisierung angeboten werden, so die STIKO. Seit dem 7. Oktober  empfiehlt nun auch die STIKO Menschen über 70 die dritte Spritze.

 

EMA befürwortet Booster für alle

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) empfiehlt eine dritte Impfung mit dem Biontech-Vakzin seit Anfang Oktober sogar allen Erwachsenen ab 18 Jahren –  der Abstand zur zweiten Impfung sollte mindestens sechs Monate betragen. Die EMA stützte sich dabei auf Untersuchungen, die einen Anstieg von Antikörpern bei 18- bis 55-Jährigen zeigten. Daten zum Impfstoff von Moderna werden von der Behörde aktuell noch überprüft.

Foto: © Adobe Stock/ hedgehog94

Autor: ham
Hauptkategorien: Corona , Gesundheitspolitik , Medizin
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