Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Medizinische Masken auch in Berlin verpflichtend

Berlin setzt die Ergebnisse der Ministerpräsidentenkonferenz weitgehend um. In öffentlichen geschlossenen Räumen müssen jetzt medizinische Masken getragen werden. Es muss aber nicht unbedingt eine FFP2-Maske sein.
Lockdown bis zum 14. Februar verlängert. Die Maskenpflicht wurde verschärft

Berlin hat den Lockdown bis zum 14. Februar verlängert und die Maskenpflicht verschärft

Der Lockdown wird bis zum 14. Februar verlängert. Das hat die Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin am Dienstag beschlossen. Berlin passt sich den Vereinbarungen weitgehend an. So bleiben auch in Berlin Restaurants, Bars, Cafés, Kneipen, Geschäfte, Friseure und andere Dienstleister weiterhin geschlossen. Ebenso betroffen vom Lockdown ist die gesamte Kulturszene, also Theater, Oper, Kinos, Museen usw. und der Sport- und Fitnessbereich wie etwa Schwimmbäder.

Schulen und Kindergärten bleiben bis einschließlich 12. Februar dicht – nur online-Unterricht und eine Notbetreuung werden angeboten.

Die Kontaktbeschränkungen gelten weiterhin, wonach Angehörige eines Haushalts dürfen nur eine weitere Person treffen dürfen. Kinder unter 13 Jahren von Alleinerziehenden werden dabei nicht mitgezählt werden. Die Kontaktbeschränkungen gelten sowohl in Privaträumen als auch im öffentlichen Raum.

Nur noch mit OP-Maske in die U-Bahn

Die Maskenpflicht wird unterdessen verschärft. Schals, Stoffmasken und selbstgebastelter Mund-Nasen-Schutz gelten nicht mehr, vielmehr werden medizinische Gesichtsmasken zur Pflicht. Zu medizinischen Masken zählen FFP2-Masken, KN95-Masken, aber auch einfache OP-Masken. Letztere sind wesentlich günstiger als virenfilternde Masken der Standards KN95 und FFP2.

FFP2-Masken schützen nur dann den Träger und die Außenwelt besser, wenn sie richtig getragen werden. Schließen sie an den Seitenrändern nicht richtig ab - was zum Beispiel bei Vollbärten der Fall ist, bieten sie keinen besseren Schutz als eine einfache OP-Maske.

Die Masken müssen überall getragen werden, wo eine Maskenpflicht gilt:

Im Öffentlichen Personennahverkehr einschließlich der Bahnhöfe, Flughäfen und Fährterminals sowie Taxis oder anderen Fahrzeugen mit mehreren Fahrgästen.

Im Einzelhandel und in Handwerks-, Dienstleistungs- und anderen Gewerbebetrieben mit Publikumsverkehr. Neu ist, dass auch die Mitarbeiter zum Tragen einer solchen Maske verpflichtet sind. Eine Plexiglasscheibe reicht nicht mehr.

Auch bei Versammlungen und in Gottesdiensten müssen medizinische Masken von allen Teilnehmern getragen werden. Gottesdienste mit mehr als zehn Teilnehmenden müssen zwei Tage im Voraus dem zuständigen Ordnungsamt gemeldet werden.  

 

Berlin sieht von nächtlicher Ausgangssperre ab

Eine nächtliche Ausgangssperre ist für Berlin indes vom Tisch. Verfassungsrechtler hatten die von der Kanzlerin vorgeschlagene Maßnahme als nicht mild und angemessen gewertet. Mehrere Bundesländer darunter Berlin waren von vornherein dagegen.

Einreisende aus Gebieten, in denen sich die neuen Virus-Mutationen verbreitet haben, müssen in Quarantäne.

Foto: © Adobe Stock/Rido

Autor: ham
Hauptkategorien: Corona , Berlin , Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Coronavirus , Prävention
 

Weitere Nachrichten zum Thema Lockdown

15.12.2020

Berlin fährt das öffentliche Leben weitgehend herunter. Ab Mittwoch dürfen die Berliner das Haus nur noch aus einem triftigem Grund verlassen. Doch die Ausgangssperre "light" sieht viele Ausnahmen vor. Auch an Weihnachten und Silvester gelten neue Regeln. Was bis zum 10. Januar erlaubt und was verboten ist.

Aktuelle Nachrichten

Mehr zum Thema
FFP2-Masken können zu Virenschleudern werden. Doch Wegwerfen muss nicht unbedingt sein. Die Masken können auch desinfiziert und wiederverwendet werden. Bloß auf das richtige Desinfektionsverfahren kommt es an.
 
Weitere Nachrichten


Bei der Bewältigung der Coronakrise in Deutschland sind deutliche Schwächen erkennbar geworden. Insbesondere die Digitalisierung des Gesundheitssystems und eine bessere Nutzung medizinischer Daten zur Versorungssteuerung müssen vorangetrieben werden. Eine erste Bewertung zur Bewältigung der Pandemie hat Gesundheitsstadt Berlin in einem Podcast mit dem Vorstandsvorsitzenden des AOK-Bundesverbands, Martin Litsch, vorgenommen.
 
Kliniken
Interviews

Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.

Unter dem Stichwort der „harm reduction“ werden E-Zigaretten vielfach als weniger gefährlich bezeichnet als herkömmliche Zigaretten und sogar zur Raucherentwöhnung empfohlen. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) widerspricht dieser Darstellung deutlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Pneumologen Professor Wulf Pankow über die Gefahren durch E-Zigaretten und geeignete Methoden für den Rauchentzug gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin