Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 
30.03.2020

Mammographie-Screening wird vorübergehend ausgesetzt

Aufgrund der Infektionsgefahr durch das Coronavirus werden vorerst keine Einladungen zum Mammographie-Screening versendet. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Gesundheit beschlossen. Bereits ausgemachte Termine werden aber noch eingehalten.
Mammographie, Corona

Wegen der Corona-Pandemie soll das Mammographie-Screening bis Ende April ausgesetzt werden

Das Mammographie-Screening wird vorübergehend ausgesetzt. Grund ist die bestehen­de Infektionsgefahr durch das Coronavirus, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mitteilt. In Anbetracht der aktuellen Entwicklung der COVID-19-Pandemie wurde die Nutzen-Schaden-Abwägung zwischen einem verschobenen Untersuchungstermin für das Screening einerseits und dem Risiko einer Infektion andererseits neu bewertet.

Bestehende Termine sollen eingehalten werden

Die Zentralen Stellen, die unter anderem die Terminkoordination für das Screening-Programm übernehmen, werden bis 30. April keine neuen Einladungen versenden. Da für die nächsten etwa zwei bis drei Wochen Frauen bereits Einladungsschreiben und Termine erhalten haben, entsteht eine Übergangszeit, bis tatsächlich keine Screening-Mammographien durchgeführt werden. Für diese Übergangszeit konnte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) keine verbindliche Regelung treffen.   

Frauen mit auffälligen Befunden sollen unverändert eine zeitnahe Abklärungsdiagnostik erhalten. Auch Frauen mit akut auffälligen Befunden außerhalb des Screenings werden wie bisher versorgt. 

 

Einheitliches Vorgehen angestrebt

Der Beschluss des G-BA soll eine einheitliche Lösung für ein bundesweites Vorgehen einleiten. Nach Mitteilung der Kooperationsgemeinschaft hat bereits ein Viertel der Screening-Einheiten wegen krankheits- und quarantänebedingter Personalausfälle in Folge der Corona-Pandemie den Betrieb eingestellt. In einigen Regionen haben die Gesundheitsämter bereits Screening-Einheiten geschlossen.

In beiden Fällen muss die zuständige Kassenärztliche Vereinigung informiert werden. Darüber hinaus können die Kassenärztlichen Vereinigungen in Anbetracht der jeweiligen Infektionssituation in den Regionen und gegebenenfalls in Rücksprache mit den Landesgesundheitsbehörden den Versorgungsauftrag für die Erstellung von Screening-Mammographien befristet aussetzen.

Foto: © Adobe Stock/chompoo

Autor: anvo
Hauptkategorien: Gesundheitspolitik , Medizin , Corona
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Gesundheitspolitik , Coronavirus , Mammographie , Brustkrebs
 

Weitere Nachrichten zum Thema Mammographie

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Vor der Covid-19-Impfung Schmerzmittel einzunehmen, um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden, ist nicht ratsam. Denn Ibuprofen, Aspirin oder Paracetamol könnten die Wirkung des Impfstoffs beeinflussen. Auch die Einnahme von Schmerzmitteln direkt nach der Impfung könnte die Immunantwort abschwächen.

Was viele sich lange wünschten, wurde unter dem Druck der Pandemie Wirklichkeit: Arbeiten im Homeoffice. Doch jetzt zeigt sich: Die neue Freiheit ist nicht immer auch gesund. Mehr als ein Drittel der Heimarbeiter klagt über Rückenschmerzen und andere Beschwerden. Auch der negative Stress wird mehr.

 
Interviews
Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.

Unter dem Stichwort der „harm reduction“ werden E-Zigaretten vielfach als weniger gefährlich bezeichnet als herkömmliche Zigaretten und sogar zur Raucherentwöhnung empfohlen. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) widerspricht dieser Darstellung deutlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Pneumologen Professor Wulf Pankow über die Gefahren durch E-Zigaretten und geeignete Methoden für den Rauchentzug gesprochen.

Der klassische Medikationsprozess im Krankenhaus ist fehleranfällig. Untersuchungen untermauern das. Dabei könnte die Digitalisierung die Arzneimitteltherapie wesentlich sicherer machen. Das Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) hat schon vor Jahren auf ein Closed Loop Medication Management umgestellt. Gesundheitsstadt Berlin hat mit UKE-Krankenhausapothekerin PD Dr. Claudia Langebrake über die Vorteile des digitalen Medikationsprozesses gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin