. Ebola-Epidemie in Westafrika

Mali ist frei von Ebola

Die Ebola-Epidemie in Mali ist offiziell für beendet erklärt worden. In dem westafrikanischen Land ist seit 42 Tagen kein neuer Fall von Ebola mehr aufgetreten.
Mali ist frei von Ebola

Aufatmen in Mali: Das westafrikanische Land hat die Ebola-Epidemie überwunden

Mali ist frei vom Ebola-Virus. Das hat der Gesundheitsminister des Landes, Ousmane Koné, nun offiziell erklärt. 42 Tage lang sei es zu keiner neuen Erkrankung gekommen. Der letzte Patient sei wieder gesund und habe das Krankenhaus Anfang Dezember verlassen, teilte der Minister mit. Koné dankte den Behörden und Pflegekräften für ihre "wochenlange intensive Arbeit", rief aber gleichzeitig dazu auf, die strengen Hygienestandards und Schutzmaßnahmen weiterhin zu beachten. 

Auch Ibrahima Soce Fall von der United Nations Mission for Ebola Emergency Response hat das Ende der Ebola-Epidemie in Mali bestätigt. Die Inkubationszeit für Ebola-Fieber beträgt 21 Tage. Länder müssen für zwei aufeinander folgende Inkubationszeiten keine neuen Erkrankungen vorweisen, damit sie als virusfrei gelten. Mali meldete die erste Erkrankung im Oktober. Auf dem Höhepunkt des Ausbruchs wurden in Mali 300 Erkrankungen und sechs Todesfälle registriert.

WHO meldet rückläufige Zahlen 

Nach WHO-Angaben gehen auch in den am stärksten betroffenen Ländern die Erkrankungszahlen zurück. Sierra Leone und Guinea haben demnach die niedrigste Zahl bestätigter Erkrankungen pro Woche seit August gemeldet. Liberia meldete vergangene Woche an zwei Tagen keine neuen Erkrankungen. Damit hat die Zahl der Erkrankungen in Westafrika seit Juni einen Tiefststand erreicht. Laut dem Nachrichtenmagazin Spiegel sollen in Guinea die Schulen und Universitäten am Montag wieder öffnen. In Liberia sei der Start für den 2. Februar vorgesehen, nachdem die Schulen seit Juli geschlossen sind. Insgesamt sind bisher 8.429 Menschen an den Folgen des Ebola-Fiebers gestorben. 21.296 Menschen wurden infiziert.

 

Ebola in 60 Prozent der Fälle tödlich

Ebola geht mit einem plötzlichen Ausbruch von Fieber, Schwäche, Muskel und Kopfschmerzen einher. Diesen Symptomen folgen Übelkeit, Durchfall sowie eine eingeschränkte Nieren- und Leberfunktion. Relativ häufig tritt Nierenversagen auf. Die Sterblichkeitsrate liegt bei etwa 60 Prozent. Todesursache ist in der Regel ein Schock mit Herz- Lungenversagen.

Foto: © Peter Hermes Furian - Fotolia.com

Hauptkategorien: Gesundheitspolitik , Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Infektionskrankheiten , Ebola
 

Weitere Nachrichten zum Thema Ebola

| Ebola ist nach wie vor ein großes Gesundheitsproblem. Erst vor kurzem gab es einen neuen Ausbruch im Kongo. Nun ist es Wissenschaftlern gelungen, schon frühzeitig die längerfristige Immunantwort nach einer Impfung mit dem neu entwickelten Ebola-Impfstoff rVSV-ZEBOV abzuschätzen.
 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Mehr zum Thema
 
. Weitere Nachrichten
Bisher ist die Liposuktion beim Lipödem keine Kassenleistung. Eine Erprobungsstudie soll beantworten, welchen Nutzen der Eingriff im Vergleich zu einer alleinigen nichtoperativen Behandlung hat. Dazu hat der G-BA nun den Auftrag vergeben.
Infliximab hat einen festen Platz in der Behandlung von Morbus Crohn. Offen ist die Frage, ob der TNF-Hemmer nach längerer Remission abgesetzt werden kann. Eine Untersuchung aus Korea liefert nun Erkenntnisse zum Wiederauftreten von Krankheitsschüben.
Patienten müssen vor einer Operation umfassend über den geplanten Eingriff aufgeklärt werden. Forscherinnen der Charité – Universitätsmedizin Berlin konnten jetzt am Beispiel der Herzkatheteruntersuchung zeigen, dass ein Comic dabei helfen kann.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

Gesundheitsakademie, Oudenarder Straße 16, 13347 Berlin, Haus A, Aufgang D 06, 1. OG, Seminarraum siehe Info-Tafel am Eingang
 
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Kliniken
. Interviews
Mit der Digitalisierung des Gesundheitswesens sind viele Chancen verbunden. Bei manchen Bürgern löst das Thema aber auch Ängste und Sorgen aus. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Prof. Dr. Erwin Böttinger, einem der weltweit führenden Forscher im Bereich Digital Health, über die elektronische Patientenakte und andere digitale Lösungen gesprochen.