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05.05.2016

Mai ist Melanoma Awareness Month

Kaum ein Krebs metastasiert so schnell wie das maligne Melanom. Dabei ist kein anderer Krebs so leicht erkennbar. Anlässlich des Melanoma Awareness Month erinnern Gesundheitsorganisationen an die Hautkrebs-Vorsorge.
Einem Melanom kann man vorbeugen. Haut langsam an die Sonne gewöhnen und Sonnenbrände meiden

Einem Melanom kann man vorbeugen. Haut langsam an die Sonne gewöhnen und Sonnenbrände meiden

Es ist Mai und somit Melanoma Awareness Month. Die American Academy of Dermatology (AAD) hat diesen Themenmonat vor einigen Jahren ausgerufen, um das Bewusstsein für den schwarzen Hautkrebs zu schärfen. Wird die Erkrankung früh erkannt, ist sie gut behandelbar. Im fortgeschrittenen Stadium ist sie jedoch aggressiv und die Prognose ungünstig. Aus diesem Grund sind eine frühe Diagnose und Therapie von hoher Bedeutung. „Gehen Sie vorsichtig mit Sonnenlicht um und nehmen Sie die Hautkrebs-Früherkennung wahr“, appellieren deshalb Patienten- und andere Gesundheitsorganisationen dieser Tage. Die Deutsche Krebshilfe weist auf die Gefahren der ersten Sonnenstrahlen im Frühling hin. Gerade im Frühjahr könne die UV-Strahlung ungewöhnlich hoch sein, da die Ozonschicht in diesen Monaten unbeständig sei. „Unterschätzen Sie nicht die Intensität der Frühlingssonne und gewöhnen Sie Ihre Haut langsam daran“, sagt Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe.

Hohe UV-Belastung im Frühling

Um die Frühlingssonne besser einschätzen zu können, raten die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. (ADP) dazu, sich am UV-Index (UVI) zu orientieren. Er beschreibt den am Boden erwarteten Tageshöchstwert der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung auf einer Skala von 1 bis 11+. Dabei sind jedem Skalenwert Empfehlungen zum Sonnenschutz zugeordnet. Der UVI ist tagesaktuell im Internet abrufbar. Für Anfang Mai werden UVI-Werte zwischen 4 und 6 erwartet, also im Bereich mittel bis hoch.

„UV-Strahlung an sich kann man nicht fühlen. Ihre schädliche Wirkung merken wir erst dann, wenn die Hautzellen bereits geschädigt sind und der Körper darauf reagiert. Das erzeugt dann ein unangenehmes Gefühl bis hin zu brennenden Schmerzen“, erklärt der ADP-Vorsitzende Professor Dr. Eckhard Breitbart.

 

Melanom äußerst aggressiv

Jeder Sonnenbrand ist einer zu viel. Schlimmstenfalls kann sich ein schwarzes Melanom aus den geschädigten Hautzellen entwickeln. Zwar werden in Deutschland 95 Prozent der Melanome zu einem Zeitpunkt entdeckt, an dem sich der Krebs noch entfernen und somit heilen lässt. Bei den restlichen 5 Prozent befindet sich der Hautkrebs jedoch in einem fortgeschrittenen Stadium. Das Melanom streut früh und oft haben diese Patienten schon bei der Diagnose Metastasen im ganzen Körper. Die Heilungschancen stehen dann äußerst schlecht. Bislang führte metastasierter schwarzer Hautkrebs fast immer zum Tod. Jüngste Entwicklungen in der Immuntherapie haben das fortgeschrittene Melanom besser behandelbar gemacht. Von dieser Entwicklung profitieren jedoch nicht alle Patienten. Vorsicht bleibt also immer ein guter Berater.

Foto: © la source de l'info - Fotolia.com

Autor: ham
Hauptkategorien: Medizin , Prävention und Reha
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