. Nahrungsergänzungsmittel

Magnesium kann Durchfall verursachen

Wer Magnesium als Nahrungsergänzungsmittel einnimmt, achtet besser auf die Dosis: Die sollte 250 Milligramm am Tag nicht überschreiten. Das meldet das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).
Vitaminpräparate

Nahrungsergänzungsmittel können auch Nebenwirkungen haben

Wer Magnesium als Nahrungsergänzungsmittel einnimmt, passt besser auf. Die Dosis sollte 250 Milligramm am Tag nicht überschreiten. Sonst kann es zu Magen-Darm-Beschwerden kommen. Das meldet das BfR unter Berücksichtigung neuer Studien-Daten.

„Nahrungsergänzungsmittel liegen im Trend, viele Menschen glauben, dass sie damit gesundheitliche Vorteile erzielen“, sagt BfR-Präsident Prof. Andreas Hensel. Doch die Einnahme von Vitaminen oder Mineralstoffen kann auch zu gesundheitlichen Risiken führen. Die erhöhte Zufuhr von Magnesium zusätzlich zur Magnesium-Aufnahme über die normale Ernährung kann Durchfälle auslösen.

Zuviel Magnesium kann Durchfall verursachen

Wird die Magnesium-Dosis reduziert, klingt der Durchfall innerhalb von ein bis zwei Tagen ab. Er stellt für gesunde Personen mit normaler Nierenfunktion kein signifikantes Gesundheitsrisiko dar. Dennoch sei dies als unerwünschte Nebenwirkung zu werten.

Die Tageshöchstmenge gilt für Personen ab vier Jahren. Für Kleinkinder unter vier Jahren kann aufgrund fehlender Daten keine Tageshöchstmenge abgeleitet werden. Das BfR empfiehlt, die Tageshöchstmenge auf mindestens zwei Einnahmen pro Tag zu verteilen, weil dies vermutlich die Verträglichkeit erhöht.

 

Magnesium ist wichtig für Knochen und Muskeln

Magnesium ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff und ein häufiges Element der Erdkruste sowie des menschlichen Körpers. Es spielt in vielen Stoffwechselprozessen wie auch der Bildung von Nukleinsäuren, der Bildung von Knochen, der Membranphysiologie, der neuromuskulären Reizübertragung und der Muskelkontraktion eine wichtige Rolle.

„Die beste Ernährungsstrategie ist grundsätzlich eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Sie versorgt den gesunden Körper mit allen lebensnotwendigen Stoffen. In den meisten Fällen sind Nahrungsergänzungsmittel deshalb überflüssig“, so Prof. Hensel.

Gerade Senioren greifen gern zu Nahrungsergänzungsmitteln

Gerade ältere Menschen gern zu derlei freiverkäuflichen Zusatzpräparaten. Etwa 54 Prozent der Frauen und 34 Prozent der Männer über 64 Jahren nehmen Vitamine, Mineralstoffe, Omega-3 Fettsäuren oder andere Stoffe in Form von Nahrungsergänzungsmitteln ein. Das stellten Wissenschaftler vom Helmholtz Zentrum München 2013 im Rahmen der fortlaufenden KORA-Age-Studie fest.

Bei 20 Prozent der weiblichen und 33 Prozent der männlichen Studien-Teilnehmer, die regelmäßig Magnesium einnehmen, seien die verabreichten Supplement-Mengen zu hoch gewesen. Auch Vitamin E werde in jedem zehnten Fall selten zu hoch dosiert, heißt es. Vitamin D werde insgesamt eher selten eingenommen, hieß es. Dabei werde dessen Supplementation in dieser Altersgruppe häufig medizinisch empfohlen.

Foto: kunstzeug/fotolia.com

Autor: bab
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Nahrungsergänzungsmittel
 

Weitere Nachrichten zum Thema Magnesium

 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
 
 
. Interviews
Hitzewellen sind eine reale Gefahr für die Gesundheit und lassen die Mortalitätsrate ansteigen. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem wissenschaftlichen Leiter des Zentrums für Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Freiburg, Prof. Dr. Andreas Matzarakis, über Hitzewarnsysteme und die Auswirkungen von Hitzewellen auf unsere Gesundheit gesprochen.
Das Essen in deutschen Krankenhäusern hat keinen besonders guten Ruf. Dabei lässt sich mit wenig Mehraufwand viel erreichen. Der Internist und Ernährungsmediziner Prof. Dr. Christian Löser erklärt die medizinischen und ökomischen Effekte einer gesunden Ernährung im Krankenhaus.
Pflegekräfte sind in der Coronakrise wichtiger denn je und gleichzeitig besonders gefährdet. Das persönliche Engagement ist und bleibt dennoch hoch. Über Wertschätzung, Sicherheitsrisiken und die Gefahr der Selbstausbeutung in Pflegeberufen hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Pflegeexperten Thomas Meißner gesprochen.