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Männer leiden anders

Montag, 16. April 2012 – Autor:

Stresstoleranz, Anspannungs- und Aggressionsabbau

Erst wenige Therapiekonzepte versuchen, sich auf die spezifischen Probleme und Bedürfnisse männlicher Depressions-Patienten einzustellen. Ein bundesweit bisher einmaliges Projekt ist die Einrichtung einer Tagesklinik für depressive Männer in der Nähe von Hannover. Im Klinikum Wahrendorff gibt es seit März letzten Jahres eine Abteilung nur für männliche Depressions-Patienten. Ein wichtiger Bestandteil der Therapie ist das Stresstoleranz-Training. Die Patienten lernen, auf Anspannungssituationen anders als mit Aggressionen oder selbstgefährdendem Verhalten zu reagieren. Zum Konzept gehört ausserdem viel Sport, vor allem Fussball. Laut Chefarzt Michael Hettich reagieren die Männer darauf positiver als auf die in psychiatrischen Kliniken sonst üblichen Angebote wie Tanzen oder Seidenmalerei. Zudem können sie beim Sport ihre Aggressionen abbauen. Auch Gesprächsrunden werden von den Männern anscheinend besser angenommen, wenn sie unter sich sind. Zwar wird die Einrichtung reiner Männerabteilungen von einigen Fachleuten auch skeptisch betrachtet, doch das Bewusstsein, dass sich die Probleme von depressiven Männern und Frauen zum Teil unterscheiden, scheint allmählich zu wachsen.

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