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Lungenembolie entsteht durch Thrombose

Thrombosen können lange unbemerkt verlaufen. Löst sich ein solches Blutgerinnsel, wird es mit dem Blutstrom über das Herz in die Lunge verschleppt – und es kommt zu einer Lungenembolie. Anzeichen sind Herzrasen, Atemnot und Brustschmerz.
Lungenembolie entsteht durch Thrombose

Die Lungenembolie ist eine gefährliche und oft tödliche Komplikation einer Thrombose

Der Tod des CDU-Politikers Philipp Mißfelder (35) zeigt: Eine Lungenembolie kann jeden treffen. Allein in Deutschland sterben Hochrechnungen zufolge bis zu 100.000 Menschen an einer Lungenembolie. Häufigste Ursache für eine Lungenembolie ist eine Thrombose, also ein Blutgerinnsel. Gefährlich wird es dann, wenn sich das Blutgerinnsel löst und über den Blutkreislauf über das Herz in die Lunge gelangt. Dort verstopft es dann lebenswichtige Gefäße und führt schlimmstenfalls zum Tod.

Herzrasen und Atemnot können Symptome einer Lungenembolie sein

Eine Thrombose ist für den Patienten jedoch nicht immer leicht zu erkennen. „Oft sind es ganz alltägliche Beschwerden, wie geschwollene Fußknöchel oder schmerzende Waden, die ernst genommen werden sollten“, sagt der Gefäßmediziner Professor Dr. Rupert Bauersachs von der Deutschen Gesellschaft für Angiologie und Gefäßmedizin (DGA) und wissenschaftlicher Leiter des Aktionsbündnis Thrombose. Da manche Venenthrombosen ganz ohne Krankheitsanzeichen verlaufen, kann der Arzt eine sich anbahnende Lungenembolie erst diagnostizieren, wenn sie schon akut ist. „Herzrasen, Atemnot und Brustschmerz deuten auf eine mögliche Lungenembolie hin. Bei derartigen Beschwerden sollte sofort ein Arzt aufgesucht oder ein Rettungswagen gerufen werden“, rät der Thromboseexperte aus Darmstadt.

 

Erhöhtes Thromboserisiko kann vererbt werden

Risikofaktoren für eine Thrombose und damit für eine Lungenembolie sind Krampfadern und langes Liegen, etwa bei Krankheit und nach einer Operation. Deshalb wird in Krankenhäusern auch eine Thromboseprophylaxe meist mit Heparinspritzen durchgeführt. Ebenso können Krebserkrankungen oder ein veränderter Hormonhaushalt das Thromboserisiko begünstigen. Bei bestimmten Antibabypillen oder Hormonersatztherapien wird ausdrücklich vor dieser Nebenwirkung gewarnt. Darüber erhöhen eine Herzschwäche und eine vererbte Thromboseneigung das Risiko für eine Lungenembolie.

Vorbeugen durch viel Trinken und Bewegung

Das Aktionsbündnis Thrombose rät zu einem gesunden Lebensstil mit viel Bewegung. „Bewegung ist ein wichtiger Faktor für die Venengesundheit. Aus diesem Grund sollten gerade die Fuß- und Beinmuskeln gebraucht werden, denn so werden auch die Venen fit gehalten“, sagt Bauersachs. Außerdem sollte viel getrunken werden, am besten Wasser oder Tees. Optimal sind zwei Liter pro Tag - natriumarmes Wasser und Tees sind gute zuckerfreie Durstlöscher

Foto: © hywards - Fotolia.com

Hauptkategorie: Medizin
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