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07.11.2017

Land Berlin investiert mehr als eine Milliarde Euro in die Charité

In den kommenden zehn Jahren will das Land Berlin 1,1 Milliarden in die Charité investieren. Das Geld wird für Bau- und Infrastrukturmaßnahmen ausgegeben. Alle vier Standorte sollen profitieren.
Müller, Einhäupl zur Zukunft der Charité: Stehen vor einem Jahrzehnt der Investitionen

Müller, Einhäupl zur Zukunft der Charité: Stehen vor einem Jahrzehnt der Investitionen

Die Sanierung der Charité geht weiter. 1,1 Milliarden Euro will das Land Berlin in den kommenden zehn Jahren dafür bereitstellen. Das gaben Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und Charité-Vorstand Prof. Dr. Karl Max Einhäupl am Donnerstag bekannt. Nachdem in den vergangenen Jahren hauptsächlich der Campus Mitte von Investitionen profitierte, werden die Investitionsmittel nun auf alle vier Standorte verteilt. „Das ist ein gehöriger Kraftakt für unsere Stadt. Er ist aber nötig, um eine dynamische Entwicklung unseres Gesundheitsstandortes zu gewährleisten“, erklärte Michael Müller, der von einem „Jahrzehnt der Investitionen“ sprach.

Das meiste Geld fließt nach Wedding

Der eigentliche Investitionsbedarf der Charité wird allerdings auf rund 1,4 Milliarden Euro geschätzt. Die fehlenden 300 Millionen sollen aus anderen Töpfen kommen, unter anderem von der Charité selbst.

770 Millionen Euro werden nach Wedding fließen, wo das Deutsche Herzzentrum einen Neubau bekommt. Für den Camus Mitte sind weitere 270 Millionen Euro eingeplant, für Steglitz 219 und für den Camus Buch 36 Millionen Euro. Eine halbe Milliarde Euro wird in den nächsten fünf Jahren verbaut. Die Summe ist im Landeshaushalt bereits fest eingeplant.

OP-Säle werden saniert, das Klinikum Benjamin Franklin bekommt eine neue Notaufnahme, die Stromversorgung wird erneuert und so weiter. Kurzum: Mit den Investitionsmaßnahmen soll die Charité zukunftsfest gemacht werden.

 

Einhäupl noch bis 2020 im Amt

Charité-Vorstand Karl Max Einhäupl wird das Vorhaben noch mindestens drei weitere Jahre begleiten. Sein Vertrag wurde soeben bis 2020 verlängert. Der 70-jährige Neurologe steht bereits seit 2008 an der Spitze des Universitätsklinikums. Seit 2011 schreibt die Charité schwarze Zahlen. Der Gewinn wurde jedoch mit harten Sparmaßnahmen erkauft. Einhäupl erklärte, die dadurch gewonnenen Freiräume nun für Zukunftsthemen der Spitzenmedizin zu nutzen. „Mit konsequenter Unterstützung des Senats muss es der Charité gelingen, ihre Stärke in Forschung, Lehre und exzellenter Krankenversorgung weiter auszubauen und damit einen Beitrag zu leisten, Berlin als international beachteten Wissenschaftsstandort weiter zu entwickeln, so der Vorstandsvorsitzende. 

Autor: ham
 

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