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Lärm beeinträchtig physische und psychische Gesundheit

Lärm wird immer mehr als Gesundheitsgefahr wahrgenommen. Dennoch kommt der Lärmschutz – auch in Betrieben – offenbar häufig noch zu kurz. Der Tag gegen den Lärm will auf diesen Umstand aufmerksam machen und die Bevölkerung über Lärmschutzmaßnahmen aufklären.
Lärm bei der Arbeit, Tag gegen den Lärm 2018, Lärmschutz

Lärmschutz wird noch nicht in allen Betrieben ausreichend beachtet

Ob Geräusche als Lärm bewusst wahrgenommen werden, hängt in erster Linie von der Bewertung durch den Hörenden ab. Doch auch wenn wir uns an den Lärmpegel gewöhnt haben, kann dieser unbewusst auf Körper und Psyche wirken. So kann Lärm den biologischen Rhythmus stören, Schlafstörungen verursachen, die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen, zu erhöhtem Stressempfinden und sogar zum Tinnitus führen. Neue Untersuchungen weisen zudem darauf hin, dass Lärm auch das Herzkreislaufsystem schädigen kann – und das sogar nachhaltig.

Am stärksten fühlen sich die Deutschen durch Straßenlärm gestört, aber auch Fluglärm wird von vielen als Belästigung wahrgenommen. Hinzu kommen laute Baustellen, störende Nachbarn oder beeinträchtigende Geräusche am Arbeitsplatz. Letzteres hat im vergangenen Jahr eine Umfrage der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) bestätigt. Demnach fühlen sich junge Menschen auf der Arbeit regelmäßig durch Lärm gestört. 78 Prozent der Beschäftigten im Alter von 16 bis 25 Jahren gaben an, dass sie durch Lärm bei der Arbeit beeinträchtigt werden.

Lärmquellen bei der Arbeit

Vor allem durch laute Geräusche von Maschinen oder Werkzeuge fühlten sich viele der Befragten belästigt, nämlich 38 Prozent. 32 Prozent der jungen Angestellten fühlten sich durch Gespräche oder Telefonate in ihrer Umgebung gestört, 21 Prozent gingen Drucker, Kopierer, Kaffeemaschinen und Kassen auf die Nerven. Hintergrundmusik oder Durchsagen waren immerhin noch für 18 Prozent belastend, Verkehrslärm für 17 Prozent. Laut der DGUV-Befragung wünschen sich die jungen Leute zudem mehr Informationen zum Arbeitsschutz: 68 Prozent wollten im Betrieb darüber aufgeklärt werden, wie Lärm vermieden und das Gehör geschützt werden kann.

 

Tag gegen den Lärm klärt auf

Lärm ist ein Faktor, der unsere psychische und physische Gesundheit maßgeblich beeinträchtigen kann. Das haben zahlreiche Studien mittlerweile gezeigt. Dennoch wird diesem Umstand immer noch zu wenig Beachtung geschenkt, wie Experten anlässlich des Tages gegen den Lärm (International Noise Awareness Day), der in diesem Jahr am 25. April stattfindet, monieren. Das Motto des Aktionstages, der hierzulande von der Deutschen Gesellschaft für Akustik (DEGA e.V.) ausgerichtet wird, lautet in diesem Jahr „Laut war gestern“. An dem Aktionstag geht es darum, die Aufmerksamkeit auf die Ursachen von Lärm und seine Wirkungen zu lenken, mit dem Ziel, die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

Der Tag gegen Lärm findet seit 1998 in Deutschland statt. Die Sensibilisierung in Bezug auf die Lärmproblematik sowie die Verbreitung des Wissens um Ursachen und Folgen des Lärms sind elementare Bausteine des Aktionstages. Darüber hinaus stellt die Aufklärung der Bevölkerung über Schall und seine Wirkung sowie nachhaltige Maßnahmen zu seiner Reduzierung in den unterschiedlichen Lebensbereichen eine zentrale Aufgabe der Aktionspartner dar.

Foto: © Africa Studio - Fotolia.com

Autor: anvo
Hauptkategorie: Prävention und Reha
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