. Alzheimer

Kurkuma könnte Gedächtnis und Stimmung verbessern

Der tägliche Verzehr von kleinen Mengen Kurkuma verbessert das Gedächtnis und die Stimmung bei Menschen mit mildem, altersbedingten Gedächtnisverlust. Das stellten US-Forscher fest.
Kurkuma. curry, gelber ingwer, gewürz, heilpflanze

Der in Kurkuma enthaltene Wirkstoff Curcumin verbesert das Gedächtnis

Der tägliche Verzehr von kleinen Mengen der Gewürzpflanze Kurkuma verbessert das Gedächtnis und die Stimmung bei Menschen mit mildem, altersbedingten Gedächtnisverlust. Das stellten Forscher der UCLA fest. Die auch gelber Ingwer genannte Knolle ist Hauptbestandteil von Curry. Der in Kurkuma enthaltende Wirkstoff Curcumin gibt dem Pulver seine typische gelb-orange Farbe.

In vorangegangenen Studien zeigte Kurkuma bereits entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften. Es verbessert die Gefäßgesundheit und könnte sogar vorbeugend gegen Krebs wirken.

Kognitive Fähigkeiten getestet

An der doppelblinden, placebokontrollierten UCLA-Studie nahmen 40 Erwachsene im Alter zwischen 50 und 90 Jahren teil, die leichte Gedächtnisbeschwerden hatten. Die Probanden nahmen 18 Monate lang zweimal täglich 90 Milligramm Kurkuma oder ein Placebo ein.

Bei allen 40 Probanden wurden zu Beginn der Studie und in Abständen von sechs Monaten die kognitiven Fähigkeiten anhand eines festgelegten Index beurteilt. 

 

Kurkuma verbesssert das Gedächtnis

Dreißig der Freiwilligen unterzogen sich zu Beginn der Studie und nach 18 Monaten einer Positronen-Emissions-Tomographie (PET), anhand derer das Vorkommen von Eiweißablagerungsstoffen im Gehirn bestimmt wurde, die charakteristisch für die Alzheimer-Krankheit sind: Beta-Amyloid-Plaques und Tau-Fibrillen.

Bei den Tests verbesserte sich das Gedächtnis der Menschen, die Kurkuma einnahmen, in den 18 Monaten um 28 Prozent. In der Placebo-Gruppe war das nicht der Fall. Die Probanden, die Kurkuma erhielten, zeigten in Gehirn-Scans deutlich weniger Amyloid- und Tau-Ablagerungen in der Amygdala und dem Hypothalamus als diejenigen, die Placebo erhielten. Die Amygdala und der Hypothalamus sind Regionen des Gehirns, die Gedächtnis und Emotionen steuern.

Wirksamkeit bei leichten Depressionen soll getestet werden

Die Kurkumin-Gruppe zeigte auch leichte Verbesserungen in der Stimmung. Vier Personen, die Curcumin einnahmen, und zwei, die Placebos einnahmen, erfuhren leichte Nebenwirkungen wie Bauchschmerzen und Übelkeit. Die aktuelle Studie erschien im American Journal of Geriatric Psychiatry.

"Es ist nicht sicher, wie Curcumin seine Wirkung entfaltet, aber es könnte auf seine Fähigkeit zurückzuführen sein, entzündliche Prozesse im Gehirn zu reduzieren, die sowohl mit der Alzheimer-Krankheit als auch mit schweren Depressionen in Verbindung gebracht werden", sagte Studien-Leiter Prof. Gary Small, Direktor für Gerontopsychiatrie an der UCLA. Die Forscher planen eine Folge-Studie mit einer größeren Anzahl von Probanden. Diese Studie wird Menschen mit leichter Depression einschließen.

Foto: dasuwan/Fotolia.com

 

Weitere Nachrichten zum Thema Kurkuma

| Erst Krebs, jetzt Demenz: Kaum ein Lebensmittel wurde in den letzten Jahren so gut erforscht wie Grüner Tee. Wissenschaftler der Universität Basel konnten nun den Verdacht bestätigen, dass Grüner Tee gut fürs Gedächtnis ist. Damit erhält die Hoffnung auf ein neues Mittel gegen Demenz neue Nahrung.
 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
Die Darmflora ist ein Tummelplatz für Keime, und für Gesundheit wie Immunsystem ist es wichtig, dass hier die guten Keime die Oberhand behalten. Probiotika aus natürlichen Lebensmitteln oder in Form von Präparaten können helfen, das Darmmikrobiom im Gleichgewicht zu halten und bestimmte Krankheiten sanft zu lindern. Doch: Nicht überall, wo „probiotisch“ draufsteht, ist auch eine belegbare Wirkung drin.
 
 
. Interviews
Hitzewellen sind eine reale Gefahr für die Gesundheit und lassen die Mortalitätsrate ansteigen. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem wissenschaftlichen Leiter des Zentrums für Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Freiburg, Prof. Dr. Andreas Matzarakis, über Hitzewarnsysteme und die Auswirkungen von Hitzewellen auf unsere Gesundheit gesprochen.
Das Essen in deutschen Krankenhäusern hat keinen besonders guten Ruf. Dabei lässt sich mit wenig Mehraufwand viel erreichen. Der Internist und Ernährungsmediziner Prof. Dr. Christian Löser erklärt die medizinischen und ökomischen Effekte einer gesunden Ernährung im Krankenhaus.
Pflegekräfte sind in der Coronakrise wichtiger denn je und gleichzeitig besonders gefährdet. Das persönliche Engagement ist und bleibt dennoch hoch. Über Wertschätzung, Sicherheitsrisiken und die Gefahr der Selbstausbeutung in Pflegeberufen hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Pflegeexperten Thomas Meißner gesprochen.