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17.09.2018, aktualisiert: 24.04.2020

Kopfschmerzen nach Sport nicht ungewöhnlich

Sport gilt als gute Präventionsmaßnahme gegen Kopfschmerzen und Migräne. Und doch kann das Training auch selbst Kopfschmerzen auslösen. Um die Beschwerden loszuwerden, helfen oft einfache Mittel.
Kopfschmerzen, Sport

Nicht wenige Menschen leiden nach intensiven Sporteinheiten unter Kopfschmerzen

Kopfschmerzen nach dem Sport - das stellt viele Menschen vor ein Rätsel. Denn eigentlich tut Bewegung gut, soll sogar gegen chronische Kopfschmerzen helfen. Wie kommt es also zu den Schmerzanfällen direkt nach dem Training?

So ungewöhnlich, wie man zunächst glauben mag, ist das Phänomen gar nicht. Wichtig ist es zu verstehen, woher die Kopfschmerzen nach dem Training kommen. Dann kann man sie meist auch schnell wieder loswerden oder sogar verhindern, dass sie überhaupt auftreten. Denn eigentlich ist regelmäßige Bewegung gut, um Kopfschmerzen vorzubeugen.

Gefäße werden belastet

Wer nach dem Sport zu Kopfschmerzen neigt, hat sich oft überanstrengt. Dafür gibt es auch eine eigene Klassifizierung, den sogenannten „Anstrengungskopfschmerz“. Wenn die Belastung zu groß oder ungewohnt war, signalisiert der Körper damit: Das war zu viel!

Die Erklärung dafür ist recht einfach: Aufgrund der Belastung sind die Gefäße in der Schädelbasis einem höheren Druck ausgesetzt als gewohnt. Durch Schwitzen und Flüssigkeitsverlust kann die Anstrengung für die Gefäße noch gesteigert werden. Ein weiterer häufigerer Grund für die Schmerzen ist Salzmangel.

 

Nicht übertreiben

Nicht selten haben Kopfschmerzen etwas mit dem Energiestoffwechsel zu tun. Je nach Belastungsintensität bedient sich der Körper unterschiedlicher Arten der Energiegewinnung. Bei einer leichten und gleichmäßigen Belastung verbrennt der Körper mithilfe des Sauerstoffes vor allem Kohlenhydrate. Bei großer Anstrengung braucht der Körper jedoch schneller Energie: Er spaltet dann die über die Nahrung zugeführten Kohlenhydrate direkt in Energie auf. Als Abfallprodukt entsteht dabei Laktat (Milchsäure), die dann zu Kopfschmerzen führen kann.

Dieser Art von Kopfschmerzen lässt sich nur vorbeugen, indem man die Belastung in Grenzen hält und im niedrigeren Pulsbereich (anaeroben Bereich) trainiert. Es kann auch helfen, vor dem Training eine Banane zu essen, um den Blutzuckerspiegel anzuheben.

Häufige Auslöser: Hitze, Kälte, Flüssigkeitsmangel

Häufig ist es auch einfach Flüssigkeits- oder Mineralstoffmangel, der zu den Beschwerden führt. Daher ist es sinnvoll, schon Stunden vor dem Sport ausreichend zu trinken – und danach erst recht. Lauwarmes stilles Wasser (möglichst natriumreich) oder Tee sind am besten geeignet. Um den Mineralstoffmangel auszugleichen, können eventuell auch Magnesiumtabletten helfen.

Auch zu große Hitze kann zu dem Hämmern im Kopf führen. Im Hochsommer sollte Sport daher nur in Maßen und in den Abendstunden betrieben werden. Auch ein Training in großer Kälte kann zu Kopfschmerzen führen. Bei Kälte ist dringend an ausreichend warme Kleidung zu achten, die am besten gleichzeitig feuchtigkeitsregulierend ist. Auch eine Mütze kann vor Kälte-Kopfschmerz schützen. Spätestens ab minus 10 Grad Celsius sollten sportliche Aktivitäten nach drinnen verlegt werden.

Auf richtige Technik achten

Nicht zuletzt können auch eine unsaubere Technik (z.B. beim Gewichtheben) oder ein falscher Laufstil zu muskulären Verspannungen führen. Wenn die Kopfschmerzen direkt nach der sportlichen Aktivität auftreten, hilft meistens Ruhe. Dabei sollte man zusätzlich in kleinen Schlucken möglichst viel Flüssigkeit sowie kohlehydratreiche Nahrung zu sich nehmen.

Foto: © Iryna - Fotolia.com

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Hauptkategorien: Prävention und Reha , Medizin
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