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Kopfschmerzen durch Weihnachtsstress – Was hilft?

Es soll eine besonders schöne Zeit werden, und doch bringen Advent und Weihnachten oft vor allem eins mit sich: Stress. Die häufige Folge: Kopfschmerzen und Migräneattacken. Was dann vor allem hilft, ist, die Erwartungen an sich selbst und andere herunterzuschrauben.
Migräne, Weihnachten

Kopfschmerzen zu Weihnachten sind keine Seltenheit

Plätzchen backen, gemeinsam Tee trinken, besinnliche Musik hören – so stellen sich viele das Idealbild einer ruhigen und entspannten Weihnachtszeit vor. Die Realität sieht jedoch oft anders aus: Hektisches Einkaufen, Essen vorbereiten, Verwandte einladen – und der Baum muss auch noch aufgestellt und geschmückt werden. Und das alles zusätzlich zum normalen Alltag, der täglichen Versorgung der Familie und dem Beruf. Kein Wunder, dass viele Menschen sich zu dieser Jahreszeit besonders gestresst fühlen. Vermehrte körperliche Beschwerden wie beispielsweise Kopfschmerzen und Migräne sind die häufige Folge. Nach Angaben der Stiftung Kopfschmerz leidet jeder zweite Migräne-Patient in der Weihnachtszeit unter häufigeren Kopfschmerzattacken als sonst.

Schmerzmittel und Ruhe helfen in der akuten Phase

Im akuten Fall helfen dann Schmerzmittel oder spezielle Migränemedikamente wie Triptane sowie der Rückzug in ein möglichst ruhiges, dunkles Zimmer. Doch viele Betroffene leiden dann zusätzlich darunter, die Familie vermeintlich im Stich zu lassen und nicht mehr normal funktionieren zu können. Wenn es soweit ist, hilft nichts anders, als das erst einmal zu akzeptieren.

Dennoch: „Diese gravierenden Einschränkungen des Alltags und sozialen Lebens sollten Betroffene nicht widerspruchslos hinnehmen“, erklärt Dr. Dietmar Krause, Vorsitzender der Stiftung Kopfschmerz. „Es gibt inzwischen vielfältige Möglichkeiten der Vorbeugung und Therapie, die Betroffene mit einem Arzt besprechen und auch einfordern sollten“, so Krause.

 

Stressreduktion trägt dazu bei, Kopfschmerzen vorzubeugen

Neben einer medikamentösen Prävention ist vor allem die Stressreduktion ein wichtiger Pfeiler, um Kopfschmerzen und Migräneattacken vorzubeugen. Denn der Zusammenhang zwischen Stress und Kopfschmerzen bzw. Migräne ist längst belegt. Zwar können die Beschwerden auch ohne konkrete Stressauslöser auftreten – mit ihnen passiert dies jedoch weitaus häufiger. Was also tun, damit es gar nicht erst zu Kopfschmerzen kommt?

Die Stiftung Kopfschmerz rät, gerade in der stressigen Weihnachtszeit vermehrt auf Entspannungsübungen zu setzen und diese in die tägliche Routine einzubauen. Darüber hinaus ist ein regelmäßiger Tagesablauf mit genügend Schlaf hilfreich. Ausreichend Pausen über den Tag zu verteilen, entlasten ebenfalls. Als hilfreiche Präventionsmaßnahmen gegen Kopfschmerzen hat sich ebenfalls regelmäßige Bewegung bewährt. Ausdauersportarten, in Maßen betrieben, können die Häufigkeit von Kopfschmerz- und Migräneattacken reduzieren, aber auch schon ein täglicher Spaziergang kann Wirkung zeigen.

Sich vom Perfektionismus verabschieden

In stressigen Phasen wie der Weihnachtszeit ist aber auch etwas anderes wichtig: sich vom Perfektionismus zu verabschieden. Die Erwartungen an sich selbst und andere sind in dieser Zeit besonders hoch. Das gilt auch heute noch insbesondere für Frauen, denn auch in unserer emanzipierten Welt liegt bei ihnen häufig immer noch die Hauptlast, wenn es um Familienfeste geht: Das Weihnachtsmenü soll perfekt sein, die Geschenke sollen für Begeisterung sorgen und zwischen allen Beteiligten soll Harmonie herrschen. All das kann man jedoch nicht erzwingen. Daher hilft es, die Erwartungen generell herunterzuschrauben und zu akzeptieren, dass nicht alles perfekt sein muss – und größere Problemlösungen auf die Zeit nach Weihnachten zu verschieben.

Foto: © Aaron Amat - Fotolia.com

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Hauptkategorien: Prävention und Reha , Medizin
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