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19.09.2018

Kokosöl, Rapsöl, Olivenöl: Welche Öle sind gesund?

Ist Kokosöl nun gesund oder ungesund? Verbraucher sind angesichts widersprüchlicher Informationen verunsichert. Verbraucherschützer raten jedenfalls zu anderen Ölen.
Ist Kokosöl nun gesund oder ungesund?

Öle können zur Gesundheit beitragen. Um Kokosöl ist jetzt ein erbitterter Streit entbrannt

Kokosöl stand in den vergangenen Monaten immer wieder in den Schlagzeilen. Laut Werbung soll es ein Superfood sein, das beim Abnehmen und gegen Entzündungen helfen soll. Laut Karin Michels, Leiterin des Instituts für Prävention und Tumor-Epidemiologie an der Uni Freiburg, ist es „das reine Gift.“ Das Öl habe fast ausschließlich gesättigte Fettsäuren, die Gefäße verstopften und sei gefährlich, sagte sie kürzlich in einem Vortrag. Die Empörung war groß und die Ärztin musste auf öffentlichen Druck ihre „zugespitzte Aussage“ zurücknehmen. Dennoch hält sie Kokosöl für einen den größten „Ernährungsirrtümer.

Kein Nachweis, dass Kokosöl besonders gesund ist

Was sagen Verbraucherschützer? Zunächst einmal betont die Deutsche Verbraucherzentrale, dass Kokosöl nicht beim Abnehmen hilft. Dafür fehlten Langzeitstudien. Es gebe auch keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass Kokosöl besonders gesund sei. Gegen Kokosöl spricht auch, dass es relativ teuer ist und lange Transportwege verursacht.

Anhängern der Paleo-Ernährung, bei der versucht wird, sich wie in der Steinzeit zu ernähren –  glauben indes, dass sich Kokosöle positiv auf die Blutfettwerte auswirken und beim Abnehmen helfen. Laut der Verbraucherzentrale stehen die wissenschaftlichen Beweise für eine bessere Gewichtsreduktion oder eine positive Wirkung auf die Blutfettwerte durch Kokosöl jedoch aus. Dies ist auch der Grund, warum entsprechende Gesundheits-Aussagen auf Kokosöl-Produkten in Europa verboten wurden.

 

Kokosöl enthält 90 Prozent gesättigte Fettsäuren

Fakt ist: Kokosöl enthält nur wenige ungesättigte Fettsäuren und dafür etwa 90 Prozent gesättigte Fettsäuren. Erstere gelten als die gesünderen, letzter als die ungesünderen. So wird Verbrauchern zu einer Ernährung mit möglichst vielen ungesättigten Fettsäuren geraten. Und die hat Kokosöl gerade nicht. Andererseits stecken in Kokosöl relativ viele mittelkettige Fettsäuren, die leicht verdaulich sind und möglicherweise nicht vom Körper gespeichert werden. Deshalb auch die Vermutung, dass Kokosöl beim Abnehmen hilft.

Was also sollte auf den Tisch? In Maßen sei Kokosöl wegen des Geschmacks eine passende Zutat für asiatische Gerichte - dann aber am besten fair gehandelt und in Bio-Qualität, rät die Verbraucherzentrale. Besser seien aber Rapsöl, Walnussöl und Olivenöl. „Sie liefern mehr gesundheitlich günstigere Fette und sind preiswerter.“

Leinöl gilt als gesünder

So enthalten Rapsöl und Walnussöl wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Noch mehr davon liefert Leinöl. Aufgrund des hohen Anteils an der mehrfach ungesättigten Alpha-Linolensäure sollte es nicht erhitzt werden. Das gilt für alle kalt gepressten Öle, auch für Olivenöl.

Ohnehin ist es am besten, Öle abzuwechseln. So stellt man sicher, dass man möglichst viele unterschiedliche Nährstoffe zu sich nimmt. Rapsöl, das in jedem Discounter zu haben ist, enthält übrigens neben den besagten ungesättigten Fettsäuren auch viel Vitamin E, das eine zellschützende Funktion besitzt. Da Raps in großen Mengen in Deutschland wächst, ist es besonders preiswert zu haben. 

Foto: pixabay

Autor: ham
Hauptkategorien: Prävention und Reha , Berlin
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07.07.2017

Über den gesundheitlichen Wert von Kokosöl herrscht Uneinigkeit. Während es für die einen ein neues "Superfood" ist, halten es die anderen aufgrund seiner vielen gesättigten Fettsäuren für gesundheitsschädlich. Belastbare Studien zur Wirkung von Kokosöl gibt es wenige.

 

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