. Koffeinrechner

Koffein: Wie viel Kaffee ist gesund?

Koffein ist bis zu einer gewissen Grenze gesund. Doch wieviel Koffein steckt eigentlich in einer Tasse Kaffee oder in einem Cola-Getränk? Ein Koffeinrechner gibt Anhaltspunkte für den persönlichen Koffeinkonsum.
Koffein, Grenzwerte

Eine Tasse Filterkaffee enthält rund 90 mg Koffein. Wie viel man davon zu sich nehmen kann, zeigt der Koffeinrechner

Kaffee gehört zu den beliebtesten Getränken, weil er schmeckt und durch das enthaltene Koffein stimulierend wirkt. Kaffee werden darüber hinaus positive gesundheitliche Effekte nachgesagt. Erst kürzlich konnten Forscher zeigen, dass Kaffee gut für den Stoffwechsel ist und Zellen von ihrem „Müll“ entgiftet, sofern er schwarz getrunken wird.

Doch auch beim Kaffee respektive Koffein macht die Dosis das Gift. Zu viel Koffein geht sprichwörtlich auf die Nerven und kann zu Schlafstörungen, Herzrasen und Ängstlichkeit führen. Besonders ungesund ist Koffein für Kinder. Die trinken zwar keinen Kaffee oder schwarzen Tee, dafür umso lieber Cola, Eistee oder heiße Schokolade, wo sich ebenfalls Koffein versteckt. Die Folge können Hyperaktivität, gestörte Aufmerksamkeit und sogar Bluthochdruck bei Kindern sein.

Koffein-Grenzwerte für Kinder und Erwachsene

Für Kinder und Jugendliche gelten 3 Milligramm Koffein pro Kilogramm Körpergewicht und Tag als sicher. Ein gesunder Erwachsener kann dagegen rund 400 Milligramm Koffein am Tag zu sich nehmen, wobei die Einzeldosis 200 Milligramm nicht überschreiten sollte. Das klingt allerdings sehr abstrakt. Denn wer weiß schon wie viel Koffein in Kaffee, Tee oder Cola steckt? Außerdem ist Kaffee nicht gleich Kaffee.

 

Anhaltspunkte gibt diese Tabelle des Bundeszentrums für Ernährung:

Durchschnittlicher Koffeingehalt

  • Eine Tasse Filterkaffe (200 ml) enthält 90 mg Koffein
  • Eine Dose Energydrink (250 ml) enthält 80 mg Koffein
  • Ein Espresso (60 ml) enthält 50 mg Koffein
  • Eine Dose Cola (355ml) enthält 40 mg Koffein
  • Eine Tafel Zartbitterschokolade (100 g) enthält 45 mg Koffein
  • Eine Tafel Vollmilchschokolade (100 g)  enthält 20 mg Koffein

Drei bis vier Tassen Filterkaffe im grünen Bereich

Für einen gesunden Erwachsenen sind demnach drei bis vier Tassen Filterkaffe am Tag unbedenklich. Aber Vorsicht: Wenn dazu noch Schokolade gegessen wird oder andere koffeinhaltige Getränke getrunken werden, geht diese Rechnung nicht mehr auf.

Um den Überblick zu behalten, hat das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) einen Koffeinrechner ins Netz gestellt, mit dem sich der persönliche Koffeinkonsum leicht ermitteln lässt. Gibt man Alter, Körpergewicht und Anzahl seiner Getränke ein, erhält man eine Info, ob das gesund ist oder nicht. Das Tool gilt jedoch nicht für Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen, Schwangere und Stillende. Denn für diese Gruppen gelten deutlich niedrigere Koffeingrenzen als für einen gesunden Erwachsenen.

So viel geben die Deutschen für Kaffee aus

Den geliebten Kaffee lassen sich die Deutschen etwas kosten: Vier Milliarden Euro wurden im vergangenen Jahr für Kaffeebohnen oder -Pulver, Espresso, Kapseln und Pads ausgegeben, wie eine Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Nielsen zeigt.

Rund 14 Prozent davon entfielen auf Kaffeekapseln à la Nespresso. Die Deutsche Umwelthilfe hat ausgerechnet, dass hier auf 6,5 Gramm Kaffee durchschnittlich etwa 4 Gramm Verpackung aus Kunststoff und Aluminium kommen. Umweltfreundlich ist das nicht – und teuer obendrein. 

Autor: red
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Ernährung , Kaffee , Koffein
 

Weitere Nachrichten zum Thema Koffein

 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Mehr zum Thema
Kann ein „übersäuerter“ Körper auf Dauer krank machen? Professor Dr. Andreas Pfeiffer vom Deutschen Zentrum für Ernährungsforschung erläutert, ob die Befürchtung wirklich zutrifft.
 
. Weitere Nachrichten
Niedriger Blutdruck gilt im Vergleich zu Bluthochdruck als weniger gefährlich. Eine Hypotonie kann aber die Lebensqualität erheblich einschränken. Und: Hinter zu niedrigem Blutdruck können auch ernsthafte Krankheiten stecken.
Fertiggerichte - also stark verarbeitete Lebensmittel - machen dick. Liegt es am höheren Gehalt an Fett, Salz, Zucker und anderen Kohlenhydraten? Oder an den zugesetzten Aroma- und Farbstoffen? Das wollten US-Forscher herausfinden.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Interviews
Mit der Digitalisierung des Gesundheitswesens sind viele Chancen verbunden. Bei manchen Bürgern löst das Thema aber auch Ängste und Sorgen aus. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Prof. Dr. Erwin Böttinger, einem der weltweit führenden Forscher im Bereich Digital Health, über die elektronische Patientenakte und andere digitale Lösungen gesprochen.