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10.03.2020, aktualisiert: 02.12.2020

Körpertemperatur: Welche Werte sind normal?

Nicht erst in Coronazeiten gilt Fieber als wichtiger Indikator für krankhafte Prozesse im Körper. Dabei sind gewisse Schwankungen der Körpertemperatur normal. Viele Menschen sind sich jedoch unsicher, ab welchen Werten man sich Sorgen machen sollte.
Körpertemperatur, Fieber

Kinder bekommen schneller Fieber als Erwachsene

Eine bestimmte Körpertemperatur ist wichtig, damit der Organismus funktioniert und alle Stoffwechselprozesse geregelt ablaufen können. Schwankungen der Temperatur sind dennoch normal, denn die sogenannte Körperkerntemperatur bleibt nie genau gleich und wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst.

Auch individuell kann die Körpertemperatur variieren. Bei Werten zwischen 36,3 und 37,4 Grad Celsius spricht man von einer normalen Temperatur. Werte darunter oder darüber können hingegen auf Krankheitsprozesse hindeuten und auch selbst zu einem gesundheitlichen Problem werden.

Hypothalamus regelt Körpertemperatur

Geregelt wird die Körperinnentemperatur vom Hypothalamus. Dieser Teil des Gehirns überprüft ständig die aktuelle Temperatur und vergleicht sie mit der „gesunden“ Temperatur von etwa 37 Grad Celsius. Ist die Körperinnentemperatur zu niedrig, sorgt der Hypothalamus dafür, dass der Körper Wärme bildet und diese hält. Ist die Temperatur zu hoch, wird Wärme abgegeben bzw. Schweiß produziert, der die Haut abkühlt.

 

Leichte Schwankungen der Körpertemperatur normal

Schwankungen der Körpertemperatur sind normal und hängen von äußeren und inneren Faktoren ab. So steigt sie, wenn man Sport treibt, und ist nachts niedriger als tagsüber.

Folgende Faktoren können die Körpertemperatur des Menschen beeinflussen:

  • Tageszeit: Nachmittags ist die Temperatur am höchsten und kann bis zu einem Grad über dem morgendlichen Wert liegen. Danach fällt sie wieder ab.
  • Emotionen: Gefühle beeinflussen die Körpertemperatur. So wird sie beispielsweise bei Stress in der Regel erhöht.
  • Körperliche Aktivität: Bei Sport oder anderer schwerer physischer Belastung kann die Temperatur auf bis zu 40 Grad Celsius steigen.
  • Krankheiten können zu einer höheren, aber auch zu einer niedrigeren Körpertemperatur führen.
  • Hormonelle Schwankungen bei Frauen: Ein bis zwei Tage nach dem Eisprung steigt die Körpertemperatur bei Frauen um etwa 0,5 Grad Celsius an.

Kleine Kinder haben höhere Temperatur

Bei Säuglingen und kleinen Kindern ist die Körpertemperatur grundsätzlich etwas höher als bei Erwachsenen. Das liegt unter anderem daran, dass ihre Körperoberfläche im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht größer und ihr Stoffwechsel aktiver ist. Auch funktioniert bei ihnen die Temperaturregelung noch nicht so gut, zudem schwitzen sie weniger. Aus diesem Grund reagieren sie auch schneller auf Veränderungen mit Fieber.

Ab 38 Grad Celsius spricht man von Fieber

Fieber ist eigentlich eine sinnvolle Reaktion des Körpers. Es entsteht, wenn das Gehirn die Körpertemperatur höher als normal einstellt – in der Regel, um Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien zu bekämpfen. Von Fieber spricht man, wenn die Temperatur im Körperinneren auf mindestens 38 Grade Celsius steigt.  

Für die Körpertemperatur bei Menschen gelten folgende Richtwerte:

  • 33,0 bis 34,9 °C – Unterkühlung
  • 35,0 bis 36,2 °C – Untertemperatur
  • 36,3 bis 37,4 °C – Normaltemperatur
  • 37,5 bis 37,9 °C – Leicht erhöhte Temperatur
  • 38,0 bis 38,5 °C – Leichtes Fieber
  • 38,6 bis 39,0 °C – Mäßiges Fieber
  • 39,1 bis 39,9 °C – Hohes Fieber
  • 40,0 bis 40,9 °C – Sehr hohes Fieber
  • 41,0 °C und höher – Extremes Fieber

Körperkerntemperatur ist entscheidend

In der Wissenschaft wird zwischen der Körperkerntemperatur und der Oberflächentemperatur unterschieden. Mit der Körperkerntemperatur ist die Temperatur in den lebenswichtigen inneren Organen gemeint. Die Oberflächentemperatur, auch Schalenwert genannt, bezeichnet die Werte auf der Haut. Sie ist aufgrund der Außentemperaturen wesentlich größeren Schwankungen ausgesetzt als die Körperkerntemperatur und in der Regel niedriger als diese.

Foto: © ladysuzi - stock.adobe.com

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Hauptkategorie: Medizin
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