. Diabetologin begrüßen den Koalitionsvertrag

Koalitionspartner kündigen Diabetes Strategie an

Mehr Prävention und Aufmerksamkeit für chronische Erkrankungen und Volksleiden wie Diabetes kündigen Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag für die neue Legislaturperiode an. Diabetologen begrüßen die Pläne für eine Diabetes Strategie.
Diabetologen begrüßen geplante Diabetes Strategie

Weniger Übergewicht und Diabetes - Strategie im Koalitionsvertrag vereinbart

Im Koalitionsvertrag bekennen sich Union und SPD zur Fortentwicklung von Programmen und Strategien gegen chronische und weit verbreitete Erkrankungen in der Gesundheitsversorgung. Dabei betonen die Parteien ausdrücklich die nationale Diabetes Strategie. Auch auf dem Feld der Prävention legen sie einen Schwerpunkt in dieser Richtung. Der Koalitionsvertrag kündigt an, dass eine nationale Strategie zur Reduzierung von Übergewicht vor allem bei Kindern und Jugendlichen entwickelt werden soll.

Vor allem diese Ankündigung begrüßen die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe ausdrücklich. Sie sehen darin einen wichtigen und richtigen ersten Schritt zur Prävention von Adipositas und Diabetes. Die beiden Diabetes-Organisationen begrüßen auch die Vereinbarung von CDU/CSU und SPD im Koalitionsvertrag, die Diabetesversorgung in Deutschland künftig strukturiert zu verbessern und bewerten sie als lange überfällig.

Diabetes Strategie ist „entscheidender Durchbruch“

„Das ist ein entscheidender Durchbruch – und eine neue Dynamik auch für die Diabetologie in Deutschland“, so DDG-Präsident Professor Dirk Müller-Wieland. Er zeigte sich auch erfreut über die Ankündigung, dass der Bund die Gesundheitsforschung ausbauen werde, Vorreiter bei der Einführung digitaler Innovationen im Gesundheitswesen werden möchte und eine Roadmap zur Entwicklung und Umsetzung innovativer E-Health-Lösungen erstellen werde. Die Ankündigung, den Ausbau der Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung zur Translation von Forschungsergebnissen mit Hochdruck voranzubringen, decke sich ebenfalls mit den Forderungen der Diabetesexperten.

 

E-Health kann Lebensqualität bei Diabetes verbessern

Auch Dr. Jens Kröger, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE, bewertet die Ankündigung einer Nationalen Diabetes-Strategie im jetzigen Entwurf des Koalitionsvertrages als ersten Schritt positiv. „Ganz zentral erscheint uns das Bekenntnis: ‚Das Patientenwohl ist der entscheidende Maßstab für gesundheitspolitische Entscheidungen‘“, so Kröger. Er leitet aus diesem Bekenntnis die Forderung ab, dass Innovationen, die die Lebensqualität von Patienten mit Diabetes verbessern, schneller in die Erstattung kommen. „Wenn die Belange der Menschen mit Diabetes und ihrer Angehörigen zukünftig besser berücksichtigt werden, verbessert sich auch das Management der Erkrankung entscheidend“, so Kröger.

Die beiden Diabetes-Organisationen verweisen an anderer Stelle darauf, dass insbesondere bestimmte Hilfsmittel aus dem Bereich der E-Health die Lebensqualität von Diabetes-Patienten deutlich verbessern können. So könnten Apps zur Blutzuckermessung die Selbstbestimmung der Patienten stärken und zugleich eine zeitliche Entlastung für Ärzte bedeuten.

Foto: Gina Sanders – fotolia.com

Autor: Angela Mißlbeck
Hauptkategorie: Gesundheitspolitik
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Diabetes , Übergewicht , Ernährung , Adipositas , Gesundheitspolitik , Ärzte
 

Weitere Nachrichten zum Thema Diabetes Strategie

 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
Anlässlich des Weltdiabetestags am 14. November hat das Robert Koch Institut den ersten Bericht zur Nationalen Diabetesüberwachung vorgelegt. Danach ist die Zahl der Diabetesfolgeerkrankungen am Sinken. Doch Prävention und Versorgung müssten weiter verbessert werden, heißt es in dem Bericht.
Der plötzliche Herztod kommt meist nicht ganz so überraschend, wie viele denken. Bei mehr als der Hälfte der Betroffenen kündigt er sich Tage oder Wochen vor dem Ereignis durch Symptome wie Brustschmerzen oder Atemnot an.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

Friedrich von Bodelschwingh-Klinik Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Landhausstraße 33 – 35, 10717 Berlin

Französische Friedrichstadtkirche (Französischer Dom) | Gendarmenmarkt 5 | 10117 Berlin (Mitte)
 
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

Campus Charité Mitte, Charité Comprehensive Cancer Center, Invalidenstraße 80, 10115 Berlin, Barrierefreier Zugang über Virchowweg 23 auf dem Campusgelände Ebene 3 | Konferenzraum (Raum 03 001)
 
. Interviews
Senioren fühlen sich heute jünger als früher – und sind es Studien zufolge auch. Doch woran liegt das und was bedeutet Alter heute überhaupt? Über diese und andere Fragen hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem renommierten Alternspsychologen Prof. Dr. Hans-Werner Wahl gesprochen.