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Kinderhospize sind wichtig für ein friedliches Sterben

In Deutschland leben rund 23.000 Kinder mit einer unheilbaren Erkrankung. Hospizdienste ermöglichen ihnen ein friedliches Sterben. Daran erinnert der heutige Tag der Kinderhospizarbeit.
Tag der Kinderhospizarbeit

Kinderhospize: Für Kleinkinder ist der Tod noch schwer zu fassen

Der 10. Februar steht seit 2006 ganz im Zeichen der Kinderhospize und soll auf die wichtige Arbeit der der ambulanten und stationären Kinderhospize aufmerksam machen. Schließlich begleiten Kinderhospize jedes Jahr Hunderte Kinder beim Sterben. Für die Familien sind Kinderhospize eine wichtige Unterstützung und Entlastung. „Unheilbar kranke Kinder sind ein Thema, das in der Ecke steht, für das es Mut und Kraft braucht, um mit zu machen, das uns täglich daran erinnert, das wir alle vergänglich sind“, sagt Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz anlässlich des Tags der Kinderhospizarbeit.

5.000 Kinder und Jugendliche sterben jedes Jahr

Der Bundesverband schätzt, dass in Deutschland rund 23.000 mit einer so genannten lebensverkürzenden Krankheit leben. Jährlich sterben etwa 5.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene an einer solchen Erkrankung, davon über 500 an Krebs. Zu den unheilbaren Krankheiten bei Kindern gehören angeborene kardiovaskuläre, neuromuskuläre Störungen, genetische Krankheiten und Krebs. Krebs tritt bei Kindern vor allem als Leukämie, Hirntumor oder Neuroblastomen auf.

„Eine schwere Krankheit in der Familie bedeutet eine große Belastung, die an die physischen und psychischen Grenzen gehen kann – vor allem wenn ein Kind betroffen ist“, sagt Wolfgang Baier von Kinder- und Jugendärzte im Netz. „Schwer kranke Kinder sind besonders auf eine vertrauensvolle und tragfähige Beziehung zu ihren Eltern angewiesen.“ In vielen Fällen kann in der letzten Lebensphase eine Begleitung durch einen Kinderhospizdienst sinnvoll sein. In Deutschland gibt es mehr als 50 ambulante und neun stationäre Kinderhospizdienste, die sich um das seelische und körperliche Wohlergehen des Kindes in der verbleibenden Lebenszeit sorgen. Zum anderen tragen die Hospizdienste auch zur Entlastung und Unterstützung von Eltern und Geschwister bei. „Das Personal ist besonders im Umgang mit sterbenden Kindern und ihren Familien geschult, so dass auch Angehörige „Erholungsphasen“ erhalten“, sagt Baier. Für die erkrankten Kinder sei es oft hilfreich, Kontakt zu anderen Betroffenen zu bekommen.

 

Hospizdienste: Kassen zahlen Zuschüsse 

Laut Kinder- und Jugendärzte im Netz wurde in Deutschland 1998 das erste Kinderhospiz in Olpe gegründet. Seit Januar 2002 zahlen Krankenkassen und Pflegekassen Zuschüsse. Auskunft darüber können Eltern bei den Hospizen selbst oder bei den zuständigen Krankenkassen erhalten. Überwiegend sind Kinderhospize aber auf Spenden angewiesen.

Foto: © S.Kobold - Fotolia.com

Hauptkategorien: Gesundheitspolitik , Medizin , Pflege
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