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Kinder mit Nierenerkrankung brauchen besondere Betreuung

Donnerstag, 10. März 2016 – Autor:
Kinder, die an einer Nierenerkrankung leiden, benötigen eine spezialisierte und über die medizinische Behandlung hinausgehende Betreuung. Darauf macht das KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. zum Weltnierentag am 10. März aufmerksam.
Der Arzt untersucht die Niere per Ultraschall

Ultraschalluntersuchung der Niere – Foto: endostock - Fotolia

Der Weltnierentag 2016 steht unter dem Motto „Kinder und Nierenkrankheit: Frühzeitiges Handeln zur Prävention“. Durch ein frühes Eingreifen soll ein Fortschreiten der Nierenschädigung beziehungsweise das Entstehen von Begleiterkrankungen wie Wachstums- oder Entwicklungsverzögerungen weitestmöglich verhindert werden.

Mehr als 5.000 Kinder und Jugendliche sind in Deutschland wegen einer eingeschränkten Nierenfunktion in Behandlung. Nierenerkrankungen sind häufig angeboren oder sie entwickeln sich im Kindheits- oder Jugendalter durch gehäuft auftretende Entzündungen der Nieren oder  Autoimmunerkrankungen.

Kinder mit Nierenerkrankung sind sehr belastet

„Eine chronische Nierenerkrankung ist belastend – und in ganz besonderem Maße für junge Menschen eine große Herausforderung“, erklärt Prof. Dieter Bach, KfH-Vorstandsvorsitzender. Die jungen Patienten seien meist weniger belastbar, häufige Fehlzeiten in der Schule führten zu zusätzlichen Problemen.

Mögliche Begleiterscheinungen der Erkrankung wie eine verzögerte oder gestörte körperliche Entwicklung führten zu hohem Leidensdruck und großer seelischer Belastung. In den KfH-Nierenzentren kümmern sich daher neben den Ärzten auch Kinderkrankenschwestern, Ernährungsberater, Lehrer, Psychologen und Sozialhelfer um das Wohl der jungen Patienten.

 

Kinder mit Nierenerkrankung: Funktion möglichst lange erhalten

Wenn alle präventiven Maßnahmen zum Erhalt der Nierenfunktion rechtzeitig begonnen und vollständig ausgeschöpft werden, könne eine eine Dialysepflichtigkeit möglichst lange, manchmal sogar bis ins hohe Alter hinausgeschoben werden, heißt es bei der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN).

„Es ist daher wichtig, dass Kinder und Jugendliche, die mit einer leichtgradigen Nierenfunktionseinschränkung bei den routinemäßigen Gesundheitsuntersuchungen auffallen, zur weiteren Abklärung zu einem Kindernephrologen überwiesen werden. Der kann dann die genaue Diagnose stellen und eine Therapie einleiten“, erklärt Prof. Peter Hoyer, Kindernephrologe an der Universitätsklinik Essen und Präsident der Gesellschaft für Pädiatrische Nephrologie (GPN), anlässlich des Weltnierentages. „Erste Warnzeichen solcher Nierenkrankheiten sind Blutkörperchen oder hohe Eiweißmengen im Urin, beides kann der Kinderarzt mit einem einfachen Urintest erkennen.“

Foto: Endostock

Hauptkategorie: Medizin
 

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