. Tag des Cholesterins

Kinder besser früh auf Stoffwechselstörungen untersuchen!

Den heutigen Tag hat die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e. V. zum bundesweiten „Tag des Cholesterins“ erkoren. Dieses Jahr steht er unter dem Motto „Blutfettwerte messen lassen – je früher, desto besser!“

Wenn die Waage zu viel anzeigt: Besser auch die Cholesterinwerte untersuchen lassen!

Nach Angaben der DGFF, die den Tag des Cholesterins nun zum 12. Mal durchführt, verdichten sich wissenschaftliche Erkenntnisse, wonach sich bei immer mehr Kindern ohne Vorerkrankungen erste Anzeichen von Stoffwechselstörungen zeigen, wenn sie untersucht werden. Würden solche leichten Veränderungen früh erkannt, ließen sie sich rückgängig machen und das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall könne so entschärft werden, so die DGFF.

Bei erblicher Veranlagung, sollten Kinder schon ab dem 10. Lebensjahr getestet werden

„Erhöhte Cholesterin- und Triglyzeridwerte im Blut tun nicht weh, und das hat seine Tücken. Denn bleiben zugrunde liegende Fettstoffwechselstörungen unerkannt, sind sie auf lange Sicht ein Risiko für das Herz-Kreislauf-System. Cholesterin kann sich an den Wänden der Blutgefäße ablagern, was als Atherosklerose (Arterienverkalkung) bezeichnet wird. Der Blutdurchfluss wird behindert oder gar blockiert. Passiert dies im Herz oder im Gehirn, können ein Herzinfarkt bzw. ein Schlaganfall die Folge sein“, schreibt die Organisation in einer Pressemitteilung. Das Risiko dafür erhöhe sich, wenn eine erbliche Veranlagung vorliegt, durch Rauchen, bei Diabetes (Zuckerkrankheit), Bluthochdruck, bauchbetontem Übergewicht und Bewegungsmangel.

„Daher sollte jeder seine Cholesterin- und Triglyzeridwerte bestimmen lassen – am besten schon ab dem 10. Lebensjahr“, macht die Lipid-Liga aufmerksam. Ab dem 35. Lebensjahr könne man zumindest das Gesamtcholesterin alle zwei Jahre kostenlos beim Hausarzt messen lassen. Auf eigene Kosten sei ein Schnelltest der Blutfettwerte auch in der Apotheke möglich: Ein Tropfen Blut aus der Fingerbeere genüge, so die DGFF.

Stoffwechselstörungen: etwa dreiviertel der übergewichtigen Kinder leiden daran

Besondere Aufmerksamkeit sei bei übergewichtigen angezeigt. So hätten Untersuchungen von übergewichtigen Grundschulkindern in Jena ohne bekannte Vorerkrankungen alarmierende Zahlen zutage befördert: Bereits drei Viertel der Kinder im Alter zwischen fünf und acht Jahren wiesen Anzeichen von gewichtsbedingten Stoffwechselstörungen wie z. B. Bluthochdruck, erhöhte Insulinwerte sowie Cholesterin- und Triglyzeridwerte im Blut auf.

Foto: tournee - Fotolia.com

Autor: Cornelia Wanke

Weitere Nachrichten zum Thema Prävention

| Unverarbeitete Milch vom Bauernhof hat einen höheren Omega-3-Fettsäuregehalt als Milch aus dem Supermarkt. Das ist ein Grund, warum Kinder, die Rohmilch trinken, seltener Asthma entwickeln. Das fanden Forscher der Ludwigs-Maximilians-Universität München heraus.

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Regelschmerzen sind für viele Frauen bis zu einem gewissen Punkt normal. Werden sie jedoch unerträglich, kann eine Endometriose dahinterstecken, eine chronische Erkrankung, die zur Unfruchtbarkeit führen kann. Die Diagnose ist schwierig, und auch die Therapie kann kompliziert sein.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) überprüfte anhand von Blut- und Urinproben die Versorgung der Deutschen mit Vitamin D, Folat, Natrium, Kalium und Jod. Ergebnis: Deutschen mangelt es an Vitamin D.
. Veranstaltungen
loading...
Terminkalender
. Personen Hauptstadtregion
. Interviews
Die Berichterstattung über Methadon als Krebsmittel weckt große Hoffnungen. Doch wie sieht eigentlich die rechtliche Seite aus, wenn Ärzte ein Medikament außerhalb des Zulassungsbereichs (Off-Label) verschreiben? Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Medizinrechtler Prof. Dr. Christian Dierks gesprochen, welche Risiken Ärzte eingehen und ob Patienten einen Anspruch auf einen individuellen Heilversuch mit Methadon haben.
Kinder, Job – und Reha? Mit der „Berufsbegleitenden Rehabilitation“ passt alles unter einen Hut, meint Christoph Gensch von der Deutschen Rentenversicherung Bund. Im Interview verrät der Reha-Experte, was es mit dem neuen Modellprojekt auf sich hat.