. Gesetzliche Krankenversicherung

Kassenwechsel in 2015 kann Geld sparen

Ab 2015 werden die Beitragsunterschiede zwischen den gesetzlichen Krankenkassen wieder größer. Ein Wechsel kann sich lohnen. Mehrere hundert Euro pro Jahr sind drin.
Kassenwechsel in 2015 kann Geld sparen

Ab 2015 senken viele Krankenkassen ihre Beiträge

Ab 1. Januar 2015 sinkt der allgemeine Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung von 15,5 auf 14,6 Prozent. Denn der bislang allein von Arbeitnehmern zu bestreitende Sonderbeitrag von 0,9 Prozent entfällt. Den künftigen Beitragssatz teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu gleichen Teilen, jeder zahlt 7,3 Prozent. Krankenkassen dürfen von Ihren Versicherten aber einkommensabhängige Zusatzbeiträge verlangen. Dadurch werden die Beitragsunterschiede zwischen den gesetzlichen Krankenkassen ab dem kommenden Jahr wieder größer. Ein Wechsel kann sich also durchaus lohnen. Laut Finanztest können Versicherte durch einen Wechsel der Krankenkasse bis zu 37 Euro pro Monat sparen, wenn sie Arbeitnehmer oder pflichtversicherte Rentner sind.

Kassenwechsel: Erhebt Kasse Zusatzbeitrag, haben Versicherte Sonderkündigungsrecht

Versicherte haben ein Sonderkündigungsrecht, sobald eine Krankenkasse Zusatzbeiträge erhebt oder erhöht. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen und noch in dem Monat eingehen, für den die Kasse den Aufschlag erstmals erhebt oder erhöht. Wirksam wird die Kündigung Finanztest zufolge dann zum Ablauf des übernächsten Kalendermonats. Verlangt ein Anbieter zum Beispiel ab 1. Januar 2015 Zusatzbeiträge, können Versicherte zum 1. April 2015 in einer neuen Kasse sein. Keine Kasse darf einen gesetzlich Versicherten ablehnen, schreibt das Magazin der Stiftung Warentest. Die Kassen sind verpflichtet, ihre Mitglieder bei jeder Erhöhung auf das Sonderkündigungsrecht hinweisen. Wer mindestens 18 Monate Mitglied einer Kasse ist, kann ohnehin kündigen, auch wenn die Kasse keinen Zusatzbeitrag erhebt.

 

38 Kassen senken ihre Beiträge ab Januar

Dem Finanztest-Bericht zufolge werden im Januar 2015 mindestens 38 Krankenkassen ihre Beiträge senken. Einige Kassen dürften dagegen ihre Beitragssätze erhöhen. Allerdings weist das Magazin daraufhin, dass sich ein Blick in das Leistungsspektrum der Kassen vor einem Wechsel lohnt. Viele Kassen bieten nämlich Extraleistungen, etwa beim Zahnersatz oder Alternativen Heilmitteln. Etwa 95 Prozent der Leistungen sind bei allen Krankenkassen gleich.

Einen Überblick über aktuelle Beitragssätze und Leistungen von 82 Krankenkassen bietet die Stiftung Warentest mit ihrem Produktfinder „Gesetzliche Krankenkassen“ im Internet. Die Nutzung des Kassenvergleichs kostet drei Euro.

Foto: © Gina Sanders - Fotolia.com

Hauptkategorie: Gesundheitspolitik
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: GKV
 

Weitere Nachrichten zum Thema Gesetzliche Krankenversicherung

 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
Jeder zweite Deutsche über 60 Jahren leidet unter Schilddrüsenknoten. Diese sind lästig, aber in den meisten Fällen nicht gefährlich. Ob sie gut- oder bösartig sind, kann laut DEGUM am besten mittels moderner Ultraschallgeräte festgestellt werden.
Eine Gruppe von 50 Wissenschaftlern wertet die E-Zigarette als geeignete Ausstiegshilfe aus dem Tabakrauchen und spricht sogar von einer „gesundheitspolitischen Chance“. Das Gesundheitsrisiko sei „deutlich geringer“ als bei der herkömmlichen Tabakzigarette. Nach einer Studie der Universität Düsseldorf wird fast jeder achte Todesfall in Deutschland aufs Tabakrauchen zurückgeführt.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

Restaurant „Altes Zollhaus“, Carl-Herz-Ufer 30, 10961 Berlin

Friedrich von Bodelschwingh-Klinik Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Landhausstraße 33 – 35, 10717 Berlin Mehrzweckraum, EG
 
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Interviews
Senioren fühlen sich heute jünger als früher – und sind es Studien zufolge auch. Doch woran liegt das und was bedeutet Alter heute überhaupt? Über diese und andere Fragen hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem renommierten Alternspsychologen Prof. Dr. Hans-Werner Wahl gesprochen.
Das massenhafte Auftreten des Eichenprozessionsspinners hat in diesem Jahr bei besonders vielen Menschen zu allergischen Reaktionen der Haut führt. Die giftigen Brennhaare der Raupen können aber auch sprichwörtlich ins Auge gehen. Am Universitätsklinikum Münster mussten diese Woche sechs Menschen am Auge operiert werden. Dr. Lamis Baydoun, Oberärztin der UKM-Augenklinik, berichtet, was vorgefallen ist.