. Künstliche Befruchtung

Kabinett stimmt Regelung zur Präimplantationsdiagnostik zu

Nach jahrelangem Streit ist der Weg für die Präimplantationsdiagnostik frei. Heute hat das Bundeskabinett der neuen Regelung zugestimmt.
Kabinett stimmt Regelung zur Präimplantationsdiagnostik zu

Präimplantationsdiagnostik in Deutschland ab 2014 erlaubt

Ab 2014 wird die Durchführung der Präimplantationsdiagnostik (PID) in einem sehr engen gesetzlichen Rahmen möglich sein. Wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte, hat heute das Kabinett der "Verordnung zur Regelung der Präimplantationsdiagnostik" (PIDV in der Fassung, die der Bundesrat am 1. Februar 2013 beschlossen hat, zugestimmt.

Die neue Regelung zur Präimplantationsdiagnostik ermöglicht Paaren mit problematischen Genanlagen, nach einer künstlichen Befruchtung ihre Embryonen aus dem Reagenzglas künftig mit Gentests auf schwere Defekte untersuchen zu lassen. Etwa dann, wenn ihre Gen-Anlagen eine schwere Krankheit des Kindes oder eine Fehlgeburt wahrscheinlich machen. Embryonen mit Schäden sollen der Mutter nicht eingepflanzt werden.

Mehr Rechtssicherheit für Paare nach künstlicher Befruchtung und hohem Risiko für schwere Erbkrankheiten

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr begrüßte die Entscheidung mit den Worten: „Damit gibt es endlich Rechtssicherheit für betroffene Paare und alle Beteiligten. Ehepaare, die oft eine Tot- oder Fehlgeburt erlebt haben, wissen, dass die Wahrscheinlichkeit einer besonders schwerwiegenden Erbkrankheit des Kindes, einer Tot- oder Fehlgeburt bei ihnen sehr hoch ist." Gleichzeitig betonte Bahr es gehe hierbei um wenige Fälle in Deutschland. Die Durchführung der Präimplantationsdiagnostik werde nur  in einem sehr engen gesetzlichen Rahmen möglich sein. Eine beim Paul-Ehrlich-Institut angesiedelte Zentralstelle soll die von den Zentren im Rahmen der Präimplantationsdiagnostik durchgeführten Maßnahmen dokumentieren.

Die Verordnung tritt in zwölf Monaten in Kraft, um den Ländern die Möglichkeit einzuräumen, die erforderlichen Strukturen zu schaffen.

© Gunnar Assmy - Fotolia.com

 
Hauptkategorien: Gesundheitspolitik , Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Schwangerschaft , Präimplantationsdiagnostik
 

Weitere Nachrichten zum Thema Schwangerschaft

 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
Betäubungsspritzen-Stiche, Schmerzen beim Bohren, Würgereiz: Zwei Drittel der Deutschen haben Angst davor, zum Zahnarzt zu gehen. Manche haben so sehr Angst, dass sie es gar tun – und sich am Ende die Zähne ruinieren. Dabei gibt es Wege, mit der Angst akzeptierend und konstruktiv umzugehen.
. Top-Termine
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

Konferenzraum Friedrichshain (K1-E), Helios Klinikum Berlin-Buch
 
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Interviews
Die akute Aortendissektion ist immer ein Notfall. Einer Studie zufolge könnte vielen Menschen das Leben gerettet werden, wenn sie rechtzeitig und adäquat behandelt werden würden. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Dr. Stephan Kurz vom Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) über die Versorgungssituation und das erfolgreiche Projekt „Aortentelefon“ gesprochen.