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Jugendliche rauchen weniger, aber dampfen mehr

Rauchen scheint unter Jugendlichen uncool geworden zu sein, wie neueste Zahlen aus Deutschland belegen. E-Zigaretten und Shishas sind dagegen auf der Überholspur.
Rauchen, Jugendliche

Junge Menschen lassen sich nicht mehr so oft zum Rauchen verführen wie früher. Ausnahme sind E-Zigaretten und Shishas

Immer weniger junge Leute rauchen normale Zigaretten. Nach neuesten Erhebungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bezeichnen sich nur noch knapp 7 Prozent der 12- bis 17-Jährigen als Raucher. Im Jahr 2001 lag dieser Wert immerhin bei fast 28 Prozent. Auch bei den 18- bis 25-Jährigen geht die Raucherquote deutlich zurück und liegt derzeit bei rund 25 Prozent.

„Rauchen ist uncool: Nie zuvor haben mehr Jugendliche komplett auf das Rauchen verzichtet“, sagt BZgA-Leiterin Dr. Heidrun Thaiss. Laut der Befragung hatten 83 Prozent der 12- bis 17-Jährigen angeben, noch nie in ihrem Leben geraucht zu haben. Unter den jungen Erwachsenen erklärten sich 44 Prozent als Nierauchende. Im Jahr 2001 lag dieser Anteil bei nur 23 Prozent.

Der Trend geht zum Vaping

Die aktuellen Daten aus dem Jahr 2018 zeigen aber auch, dass der Konsum von E-Zigaretten, das sogenannte Vaping, unter jungen Menschen zunimmt. 4 Prozent der Jugendlichen und 7 Prozent der jungen Erwachsenen haben in den vergangenen 30 Tagen E-Zigaretten konsumiert. Ihr Anteil lag im Jahr 2012 bei 3 beziehungsweise 4 Prozent.

Bei den jungen Erwachsenen ist außerdem die Zahl der Shisha-Raucher angestiegen – von 8 Prozent im Jahr 2008 auf 19 Prozent im Jahr 2018. Die ganz jungen (12 – 17) dampfen dagegen heute seltener Shishas (12% vs. 9%).

 

Gesundheitliche Auswirkungen noch unklar

„Der Konsum von Wasserpfeifen und E-Zigaretten bleibt nach wie vor problematisch, besonders vor dem Hintergrund, dass die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen der inhalierten Substanzen weiterhin unklar sind“, sagt Heidrun Theiss.

Für die BZgA-Studie „Rauchverhalten Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland wurden zwischen April und Juni 2018 bundesweit 7.000 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 25 Jahren befragt.

Eine kostenlose Telefonberatung zur Rauchentwöhnung hat die BZgA unter der Rufnummer 0 800 8 31 31 31 freigeschaltet.

Foto: pixabay

Autor: ham
Hauptkategorien: Gesundheitspolitik , Berlin
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