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Jodmangel in Europa immer noch häufig

Jodmangel ist in Europa immer noch ein wichtiges Thema. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehört sie zu den häufigsten Ursachen für neurologische Schäden bei Kindern und Neugeborenen. Darauf macht der Arbeitskreis Jodmangel aufmerksam.
Jodmangel, Jodversorgung, jodiertes Speisesalz

Deutschland gilt als Jodmangelgebiet. Jodiertes Speisesalz ist daher eine wichtige Jodquelle.

In Europa und auch in Deutschland ist Jodmangel immer noch ein großes Problem. Ganz Deutschland gilt als Jodmangelgebiet, da die Böden hierzulande wenig bzw. gar kein Jod enthalten. Jod muss daher entweder durch Nahrungsergänzungsmittel oder durch jodiertes Salz oder jodhaltige Seefische zugeführt werden. Nur durch eine abwechslungsreiche Ernährung ohne Jodsalz (welches auch in Lebensmitteln wie Brot, Wurst oder Fertiggerichten enthalten sein kann) ist die notwendige Tageszufuhr an Jod jedoch nicht zu erreichen, wie der Arbeitskreis Jodmangel auf seiner Website berichtet.

Schwangere nehmen zu wenig Jod zu sich

In Europa sei eine Unterversorgung mit Jod in der Schwangerschaft und Stillzeit weit verbreitet, erklärt der Arbeitskreis nun und nimmt dabei Bezug auf eine Studie des EUthyroid Consortiums. Darin gehen Forscher davon aus, dass bis zu 50 Prozent aller Neugeborenen im europäischen Raum aufgrund von Jodmangel neurologische und kognitive Einschränkungen haben. „Trotzdem ist das Interesse der Öffentlichkeit und der Politik gering. Monitorings und Vorsorgeprogramme fehlen oder werden an vielen Stellen nicht wahrgenommen“, so der Arbeitskreis Jodmangel in einer aktuellen Mitteilung.

 

Jodversorgung verbessert, aber noch nicht zufriedenstellend

Immerhin: Durch die intensive Aufklärung und die vermehrte Verwendung von jodiertem Speisesalz hat sich in den vergangenen Jahrzehnten die Situation bei der Jodversorgung in Deutschland deutlich verbessert. Die meisten Menschen in Deutschland erreichen heute daher eine ausreichende Jodzufuhr – allerdings nur im unteren wünschenswerten Bereich, wie verschiedene Studien zeigen.

Zu beachten ist auch, dass bestimmte Menschengruppen aufgrund ihrer Lebenssituation besonders auf ihre Jodversorgung müssen. Dazu gehören werdende und stillende Mütter, Kinder während eines Wachstumsschubs und Sportler. Auch Vegetarier, Veganer und Senioren sollten in besonderem Maß auf eine ausreichende Jodversorgung achten.

Foto: © detry26 - Fotolia.com

Autor: anvo
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