Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 
09.12.2014

Jedes fünfte Kind braucht eine Brille

Etwa jeder fünfte Jugendliche hat im vergangenen Jahr eine Sehhilfe verordnet bekommen. Damit ist bei Jugendlichen die Fehlsichtigkeit weit verbreitet – wie die Techniker Krankenkasse schreibt.

Er hat den Durchblick - dank seiner Brille!

Bundesweit hätten 211 von 1.000 Teenagern im Alter von 11 bis 17 Jahren im vergangenen Jahr eine Sehhilfe verordnet bekommen. Interessant sei dabei laut TK, dass Mädchen deutlich häufiger eine Sehhilfe erhielten als Jungen. So liegt die Zahl der betroffenen weiblichen Teenager im Vergleich zu den gleichaltrigen Jungen um 22 Prozent höher.

Auffällig seien aber auch regionale Unterschiede. Laut Sabine Hilker, die bei der TK das Hilfsmittel-Team leitet, bekamen in Thüringen 134 Mädchen je 1.000 Jugendliche zwischen 11 und 17 Jahren eine Sehhilfe verordnet, in Hamburg dagegen nur 91. 

Sehschwierigkeiten bei Kindern werden oft spät – oder gar nicht – erkannt

„Die Unterschiede bei den Verordnungszahlen können darauf hinweisen, dass es Kinder und Jugendliche gibt, bei denen Fehlsichtigkeit möglicherweise sehr spät oder sogar gar nicht erkannt wird", so Sabine Hilker. Der Berufsverband der Augenärzte schätze, dass rund 20 Prozent der Kinder Probleme mit dem Sehen haben. Wenn Eltern vermuten, dass ihr Nachwuchs Probleme beim Sehen hat, sollten sie dies von einem Augenarzt kontrollieren lassen, empfiehlt die Krankenkasse. Es könne beispielsweise ein Anzeichen für Fehlsichtigkeit sein, wenn man häufig die Augen zukneift oder blinzelt, beim Lesen den Text sehr nah an die Augen hält oder auch sehr weit weg. 

 

Häufiges Stolpern kann Zeichen für Sehschwäche sein

Auch häufiges Stolpern oder allgemeine Konzentrationsschwäche und Schulmüdigkeit könnten auf Sehprobleme hinweisen. Die TK weist in ihrer Pressemitteilung darauf hin, dass die gesetzlichen Krankenkassen bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren die Kosten für Brillengläser in Höhe der vereinbarten Festbeträge übernehmen. Für den Schulsport könne ein Kind zusätzlich zur vorhandenen Brille Kunststoffgläser für eine Sportbrille erhalten. Auch Früherkennungsuntersuchungen bieten laut TK die Chance, Sehprobleme festzustellen und zu korrigieren. 

Foto: Fotolia

Autor: Cornelia Wanke
Hauptkategorie: Medizin
 

Weitere Nachrichten zum Thema Augen

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten


Noch nie haben sich in Deutschland so viele Menschen nach Zeckenbissen im Grünen mit Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) angesteckt wie 2020 – und Experten befürchten eine weiter steigende Tendenz. Neu ist: Die nur durch Zecken übertragene und im schlimmsten Fall tödliche Form der Hirnhautentzündung wandert Richtung Norden – und tritt in der Natur verstärkt in größeren Höhen auf.
 
Kliniken
Interviews
Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.

Unter dem Stichwort der „harm reduction“ werden E-Zigaretten vielfach als weniger gefährlich bezeichnet als herkömmliche Zigaretten und sogar zur Raucherentwöhnung empfohlen. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) widerspricht dieser Darstellung deutlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Pneumologen Professor Wulf Pankow über die Gefahren durch E-Zigaretten und geeignete Methoden für den Rauchentzug gesprochen.

Der klassische Medikationsprozess im Krankenhaus ist fehleranfällig. Untersuchungen untermauern das. Dabei könnte die Digitalisierung die Arzneimitteltherapie wesentlich sicherer machen. Das Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) hat schon vor Jahren auf ein Closed Loop Medication Management umgestellt. Gesundheitsstadt Berlin hat mit UKE-Krankenhausapothekerin PD Dr. Claudia Langebrake über die Vorteile des digitalen Medikationsprozesses gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin