. Therapie bei Schuppenflechte

Ixekizumab bei Psoriasis wirksam

Bei der Behandlung der Psoriasis konnte der Antikörper Ixekizumab gleich in zwei Phase-III-Studien überzeugen. Bei vielen Patienten ließ er die Schuppenflechte sogar gänzlich verschwinden – bei relativ geringen Nebenwirkungen.
Neue Psoriasis-Therapie in Aussicht

Ein Antikörper wirkt bei Schuppenflechte

Psoriasis (Schuppenflechte) ist meist mit hohem Leidensdruck für die Betroffenen verbunden. Eine Heilung gibt es bisher nicht, allerdings können verschiedene Therapien die Symptome lindern. Nun wurde der Antikörper Ixekizumab in zwei Phase-III-Studien getestet – mit sehr gutem Erfolg, wie die Studienleiter im Fachmagazin „The Lancet“ berichten. Bei vielen Patienten heilten die Symptome sogar vollständig ab. Ixekizumab konnte damit die Wirkung des sonst häufig bei Psoriasis verschriebenen Medikaments Etanercept noch übertreffen.

Antikörper lindert Psoriasis-Symptome

Ixekizumab ist ein monoklonaler Antikörper, der das entzündungsfördernde Interleukin 17A (IL 17A) bindet, welches bei Psoriasis eine bedeutende Rolle spielt. An den kürzlich veröffentlichten Studien hatten 2.500 Probanden teilgenommen, bei denen mindestens ein Zehntel der Hautoberfläche von Schuppenflechte betroffen war. Die Patienten wurden in vier Gruppen eingeteilt und erhielten entweder 40 mg Etanercept zweimal wöchentlich, 80 mg Ixekizumab alle zwei Wochen beziehungsweise alle vier Wochen nach einer Anfangsdosis von 160 mg oder ein Placebo.

Es zeigte sich, dass Ixekizumab sowohl dem Placebo als auch Etanercept überlegen war. Erste statistisch signifikante Unterschiede beobachteten die Ärzte bereits nach der ersten Behandlungswoche. Nach zwölf Wochen erreichten die Probanden, die Ixekizumab erhalten hatten, fünf- bis siebenmal häufiger eine vollständige Symptombefreiung als diejnigen, die Etanercept verabreicht bekamen. Dabei war die Gabe alle zwei Wochen erfolgreicher als die alle vier Wochen. Die Mediziner gehen allerdings davon aus, dass die Wirkung nicht von Dauer ist und dass Ixekizumab als Langzeitbehandlung betrachtet werden muss.

Ixekizumab zeigt günstiges Nebenwirkungsprofil

Studienleiter Christopher Griffiths von der University of Manchester erklärt: „Von großer Bedeutung ist außerdem, dass die klinischen Ergebnisse mit einer signifikanten Verbesserung der Lebensqualität der Patienten einhergingen.“ Die Nebenwirkungen waren dabei eher gering. Am häufigsten (nämlich bei mehr als zwei Prozent der Patienten) traten Infektionen der Atemwege, Reaktionen an der Einstichstelle, Hautjucken sowie Kopf- und Gliederschmerzen auf. Schwere Nebenwirkungen gab es selten.

Ob und wann Ixekizumab in Deutschland zugelassen werden könnte, ist noch unklar. Das könnte auch von den Kosten abhängen, die der Hersteller für das Medikament veranschlagen wird. Experten gehen zurzeit von jährlichen Therapiekosten von mindestens 40.000 Euro aus.

Foto: © hriana - Fotolia.com

Autor: red
Hauptkategorie: Medizin

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