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. Bluthochdruck

Isolierte systolische Hypertonie - ein eigenständiges Krankheitsbild

Ein erhöhter systolischer Blutdruck bei normalen diastolischen Werten wird häufig als "Altershochdruck" abgetan. Doch die isolierte systolische Hypertonie sollte ernst genommen und behandelt werden.
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Eine isolierte systolische Hypertonie ist keineswegs harmlos und sollte unbedingt behandelt werden

Der Blutdruck wird nach verschiedenen Kriterien klassifiziert: zum einen nach der Blutdruckhöhe, zum anderen nach dem dominierenden Blutdruckanteil. So unterscheidet man beim Bluthochdruck die isolierte diastolische Hypertonie, die isolierte systolische Hypertonie und die gemischte systolisch-diastolische Hypertonie. Gerade bei älteren Menschen findet man häufig die isolierte systolische Hypertonie; sie wird daher auch oft als "Altershochdruck" bezeichnet. Dabei ist der systolische (obere) Wert hoch, der diastolische (untere) Wert dagegen relativ niedrig. Ein Beispiel ist ein Bludruck von 160/50 mm Hg.

Isolierte systolische Hypertonie nicht unterschätzen

Mit dem Alter steigt der systolische Blutdruck kontinuierlich an, während der diastolische zwischen dem 55. und dem 60. Lebensjahr sein Maximum erreicht und danach oft abfällt. Diese Form des Bluthochdrucks ist jedoch keineswegs harmlos, denn mit der zunehmenden Differenz zwischen systolischem und diastolischem Wert steigt die Zahl der kardiovaskulären Komplikationen. Forscher vermuten, dass sich die isolierte systolische Hypertonie in den nächsten Jahren zur häufigsten Bluthochdruckform entwickeln wird.

 

Auch an nicht-medikamentöse Therapien denken.

Wird eine isolierte systolische Hypertonie festgestellt, sollte der Blutdruck unbedingt gesenke werden. Dabei sollte vor allem bei jüngeren, aber auch bei älteren Patienten zunächst versucht werden, den Blutdruck durch nicht-medikamentöse Massnahmen zu normalisieren. Dazu gehören ausreichend Bewegung, die Einschränkung des Alkoholkonsums und eventuell eine Korrektur des Salzkonsums.

Ob sich eine Gewichtsreduktion bei älteren Hypertonikern positiv auswirkt, ist noch nicht erwiesen. Bei manchen Patienten ist hier sogar Vorsicht geboten - besonders bei denjenigen, die unter chronischen Erkrankungen wie Herz- oder Niereninsuffizienz leiden.

Kombinationstherapie sinnvoll

Eine isolierte systolische Hypertonie nur mit Hilfe nicht-medikamentöser Therapien in den Griff zu bekommen, ist allerdings nur selten möglich. Meist muss zusätzlich noch eine medikamentöse Therapie eingeleitet werden.

Empfohlene Medikamente sind Kalziumkanalblocker wie Nifedipin oder Nitrendipin, Amlodipin bzw. thiazidartige Diuretika. Nicht empfohlen werden Betablocker. Einen geringen Effekt sollen ACE-Hemmer und AT1-Rezeptorblocker haben.

Da die isolierte systolische Hypertonie meist nur schwer einstellbar ist, wird häufig eine zwei- bis dreifache Kombinationstherapie angewendet. Dabei hat sich besonders die kombinierte Gabe von einem RAS-Hemmer mit einem Kalziumantagonisten oder einem Diuretikum als sinnvoll erwiesen.

Foto: Jürgen Fälchle/fotolia.com

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