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In Gesundheitsfragen ist das Internet oft die erste Anlaufstelle

Wenn sich Menschen über eine Erkrankung oder Behandlungsmöglichkeiten informieren, dann wird das Internet zunehmend zur Quelle erster Wahl: 69 Prozent der Befragten steuern laut einer Umfrage zuerst das Internet an – dicht gefolgt von den Ärzten (68 Prozent).

Auch Ältere holen sich mehr und mehr Rat aus dem Internet.

Für die repräsentative Studie „Informationsverhalten bei Gesundheitsthemen“ hat die Gesellschaft für Innovative Marktforschung Ende des Jahres 2014 insgesamt 1.009 Menschen in Deutschland zu ihren entsprechenden Gewohnheiten befragt.

Um sich über Gesundheitsthemen zu informieren, nutzen die Deutschen viele Quellen und wissen gut darüber Bescheid, wer welche Fragen beantwortet, so ein Ergebnis der Studie: Generell sind das Internet und Ärzte dabei die am intensivsten genutzten Informationsquellen mit weitem Abstand vor „Kanälen“ wie Apotheken oder Krankenkassen. Das Web diene Patienten dabei als erste Anlaufstelle für verschiedenste Themen und sei zudem auch je nach Thema bei der ganz gezielten Suche relevant. „Im Rahmen der digitalen Inforecherche sind Suchmaschinen nicht mehr wegzudenken, die Nutzung von Foren hängt vom Alter ab. Webseiten von Herstellern werden dagegen selten aufgerufen. Apps spielen insgesamt eine geringe Rolle“, schreibt die Marktforschungs-Gesellschaft in einer Pressemitteilung.

Auch für ältere Menschen wird das Internet immer mehr zur Informationsquelle

Laut Studie nutzen die Deutschen bei der Suche nach Informationen zum Thema Gesundheit ein breites Spektrum an Quellen. Über alle demografischen Zielgruppen hinweg sind dabei das Web und Ärzte die meistgenutzten Informationskanäle: 69 Prozent der Befragten, die sich innerhalb des letzten Jahres über Gesundheitsthemen informierten, steuerten hierzu das Internet an. Ärzte folgen dicht dahinter mit 68 Prozent. Apotheker, Krankenkassen und das soziale Umfeld werden hingegen nur von gut jeweils 30 Prozent der Befragten zurate gezogen. Das Internet wird erwartungsgemäß von Jüngeren noch intensiver zur Inforecherche genutzt als von Älteren (82 Prozent der 18-29-Jährigen im Vergleich zu 61 Prozent der 60-69-Jährigen).

Ratgeberseiten und Gesundheitsportale sind hoch im Kurs – Gesundheitsforen kommen

Im Internet selbst spielen Suchmaschinen bei der Infosuche eine zentrale Rolle: Drei Viertel der Befragten, die im Web zu Gesundheitsthemen recherchieren, nutzen Google & Co. Das Alter der Befragten spielt dabei keine nennenswerte Rolle. Knapp 44 Prozent der Deutschen, die sich online über Gesundheitsthemen informieren, gehen auf medizinische Ratgeberseiten, bzw. Gesundheitsportale (wie z.B. „netdoktor.de“), wobei die älteren User zwischen 60 und 69 Jahren hier laut Studie stärker vertreten sind

Gesundheitsforen spielen für ein knappes Drittel der Online-Infosuchenden eine Rolle (32 Prozent). Hier sind jüngere Menschen deutlich stärker vertreten als die Älteren. Herstellerseiten werden insgesamt nur wenig genutzt: Nur gut 16 Prozent der Infosucher klicken diese bewusst an. Private Gesundheits-Blogs werden laut Studie noch  nicht wirklich wahrgenommen: Gerade einmal knapp 9 Prozent aller Online-Infosuchenden steuern diese an.

Foto: Fotolia – Sergey Nivens

 

 

Autor: Cornelia Wanke

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