. Pest

In den USA starben drei Patienten an Pest

Die Pest ist nicht ausgestorben: Seit April 2015 wurden in den USA insgesamt elf Fälle von Pest gemeldet. Betroffen waren die Bundestaaten Oregon, Arizona, Kalifornien, Colorado, Georgia und New Mexico. Neun der elf Patienten waren Männer, drei von ihnen im Alter von 16, 52 und 79 starben.
Pest - 11 Personen steckten sich in den USA an

Im Yosemite National Park steckten sich Besucher mit Pesterregern an

Pest wird durch das Bakterium Yersinia pestis ausgelöst wird. Die Rate lag in den USA zuletzt bei durchschnittlich drei Fällen im Jahr. Warum sie in diesem Jahr höher ist, ist unklar, heißt es im Morbidity and Mortality Weekly Report. Zwei der elf Patienten infizierten sich wahrscheinlich bei einem Besuch des Yosemite National Park in den südlichen Sierra Nevada Mountains.

Der Pest-Erreger zirkuliert unter wilden Nagetieren und ihren Flöhen in ländlichen und halb ländlichen Gebiete in den westlichen Vereinigten Staaten.
Er wird auf den Menschen übetrtragen durch den Stich infizierter Flöhe, den Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten oder Geweben oder der Inhalation von Atemtröpfchen kranker Menschen oder Tiere.

Pest zeigt sich durch Fieber und Erbrechen

Die Inkubationszeit von Ansteckung bis Ausbruch beträgt 2 bis 6 Tage. Beim Menschen zeigt sich die Pest durch plötzlich auftretendes Fieber und Unwohlsein, begleitet von Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen.

Die Beulenpest, die aus dem Stich eines infizierten Flohs resultiert, macht bis zu 85 Prozent der Fälle aus. Patienten entwickeln eine schmerzhafte Schwellung eines oder mehrerer Lymphknoten, die in den ersten Tagen fortschreitet.

Pest-Sepsis, die in etwa 10 Prozent der Fälle auftritt, kann von einem Flohbiss oder vom direkten Kontakt mit infektiösen Flüssigkeiten auftreten. Die Infektion breitet sich über die Blutbahn aus. Die primäre Lungenpest, die bei etwa 3 Prozent der Patienten auftritt, wird durch das Einatmen von infektiösen Atemtröpfchen verursacht.

Pest wird mit Antibiotika behandelt, bei rechtzeitiger Therapie kann sie ausheilen.

Foto: huci

Autor: red
Hauptkategorie: Medizin

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