. Neue Grippe

Impfen gegen die Neue Influenza?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch- Institut hat jetzt ihre Empfehlungen zur Schutzimpfung gegen die Neue Influenza veröffentlicht. Sie empfiehlt - genau wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) - diese Impfung zunächst für Medizinpersonal, chronisch Kranke und Schwangere. Ein Impfstoff wird in Kürze verfügbar sein.
Impfen gegen die Neue Influenza?

Foto: Techniker Krankenkasse

 

In ihrer soeben veröffentlichten Empfehlungen zur Schutzimpfung gegen die Neue Influenza hat die STIKO festgelegt, dass neben Medizinpersonal und Schwangeren chronisch Kranke zuerst geimpft werden sollen. Da Personen der Risikogruppen besonders von der Impfung profitieren und erheblich zur Krankheitslast hinsichtlich schwerer und tödlicher Verläufe beitragen, sieht die STIKO deren Impfung als vordringlich an.

Die STIKO weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Empfehlung bei einem dynamischen Infektionsgeschehen und einer sich ständig ändernden und verbreiternden Datenlage nicht statisch sein kann, sondern fortlaufend überprüft und gegebenenfalls angepasst werden wird.

Neues Virus ist ansteckender

Das neue Virus sei ansteckender als die saisonalen Influenzaviren, und es könnte daher eine grössere Zahl von Menschen als in einer saisonalen Welle betreffen, berichtete die STIKO. So könnten sich auch vergleichsweise geringe Anteile schwerer Erkrankungen zu einer grossen Zahl schwerer Erkrankungen summieren. Die beste Möglichkeit, sich gegen eine Infektion mit der Neuen Influenza A (H1N1) zu schützen, sei die Impfung - der Impfstoff werde in Kürze verfügbar sein. Grundsätzlich könnten aber alle Bevölkerungsgruppen von der Impfung gegen die Neue Influenza A (H1N1) profitieren.

Bisherige Daten und Analogieschlüsse sprechen gegen eine besondere Nebenwirkungsträchtigkeit der neuen Impfstoffe. Aber wie vor anderen Impfungen sollte auch bei der neuen Influenza-Impfung grundsätzlich eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung vorgenommen werden. Das gelte insbesondere für Schwangere.

Die Impfung gegen die Neue Influenza ist auch wegen der möglichen Resistenzentwicklungen gegen antivirale Medikamente bedeutsam. Seit Ende Juni 2009 gab es aus mehreren Staaten Meldungen über einzelne Resistenzen gegen Oseltamivir. Das neue Virus hat auch das Potenzial, durch genetische Veränderungen seine krankmachende Wirkung zu verstärken.

Tipps zur Prävention der neuen Grippe

Zur Verringerung des Infektionsrisikos sollten unverändert auch die persönlichen Hygienemassnahmen - z.B. häufiges Händewaschen - beitragen, vor allem bei vielen Kontakten zu anderen.

Informationen zu Impfstoffen sind auf der Internetseite des Paul-Ehrlich-Instituts zu finden: www.pei.de/schweinegrippe

Informationen zu persönlichen Schutzmassnahmen: www.wir-gegen-viren.de

Weitere Informationen, u. a. zu häufig gestellten Fragen zum Impfen gegen pandemische und saisonale Influenza: www.rki.de/influenza und
www.rki.de/impfen

Weitere Nachrichten zum Thema Grippe

| Bisher hat die Ständige Impfkommission (STIKO) als Grippeschutz die Dreifach-Impfung empfohlen. Nun spricht sie sich für einen Impfstoff aus, der gegen vier Virus-Varianten schützen soll. Ob die Vierfach-Impfung zur Kassenleistung wird, ist jedoch noch unklar.

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Magnesium gehört zu den beliebtesten Nahrungsergänzungsmitteln. Weil ein zu viel von dem Mineralstoff der Gesundheit schaden kann, empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nun eine Tageshöchstmenge in Pillen und Pulvern von 250 Milligramm. Das ist deutlich weniger, als die meisten Präparate enthalten.
. Veranstaltungen
loading...
Terminkalender
. Kliniken
. Personen Hauptstadtregion
. Interviews
Für Menschen mit Behinderung sind Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe nach wie vor nicht selbstverständlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Ulla Schmidt, MdB und Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, darüber gesprochen, was getan werden muss, um die Situation von Betroffenen zu verbessern.
Prof. Hendrik Streeck leitet Deutschlands erstes Institut für HIV-Forschung am Universitätsklinikum Duisburg-Essen. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem US-Rückkehrer über sein größtes Ziel gesprochen: eine präventive Impfung gegen HIV.