. Impfprävention

Impfen – ein Thema auch für Erwachsene

Viele Menschen meinen, Impfen sei nur etwas für junge Leute. Doch das stimmt nicht ganz. Gerade im Alter, wenn das Immunsystem schwächer wird, können Impfungen die Menschen wirksam vor Krankheiten schützen.
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„Impfungen? Das brauchen doch nur Kinder!“ So denken viele Menschen in Deutschland. Doch so einfach ist es nicht. Zwar ist es richtig, dass sich junge Menschen unbedingt impfen lassen sollten, aber gerade auch Ältere sollten auf einen ausreichenden Impfschutz achten. Denn wenn der Mensch älter wird, altert auch sein Immunsystem und wird weniger widerstandsfähig gegen Angriffe von außen. Auch chronische Erkrankungen, die im Alter zunehmen, machen anfälliger für Infektionskrankheiten. Eine Impfung kann daher gerade ältere Menschen wirksam gegen Erkrankungen schützen.

Wichtig ist zunächst eine vollständige Grundimmunisierung. Jeder Mensch sollte auf jeden Fall gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten geimpft sein. Fehlen diese Impfungen oder hat der Impfschutz nachgelassen, sollte man sich auch im Alter noch dagegen impfen lassen. Meistens reicht eine Auffrischungsimpfung nach etwa zehn Jahren. Nur bei bestimmten Erregern, beispielsweise bei Masern, Röteln oder Mumps, hält die Grundimmunisierung aus der Kindheit ein Leben lang vor. Um herauszufinden, welche Impfungen für einen selbst ratsam sind, sollte man mit seinem Hausarzt sprechen.

Ältere Menschen sollten sich gegen Grippe und Pneumokokken impfen lassen

Zusätzlich zu dieser Grundimmunisierung empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts für Menschen über 60 Jahren Impfungen gegen Grippe und Pneumokokken. Manche Experten empfehlen sie auch schon ab 50 Jahren. Eine Grippe ist eine schwere, oft langwierige Erkrankung, die sogar lebensbedrohlich sein kann. Da sich Grippeviren ständig verändern, muss jedes Jahr neu geimpft werden. Die Impfung gegen Pneumokokken braucht hingegen nur alle fünf bis sechs Jahre aufgefrischt zu werden. Eine Infektion mit Pneumokokken führt häufig zu einer Lungenentzündung, die ebenfalls eine schwere Erkrankung darstellt und häufig tödlich endet.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehören Impfungen zu den erfolgreichsten und kostengünstigsten medizinischen Maßnahmen. Dennoch sind sich in Europa und besonders in Deutschland viele Menschen der Bedeutung des Impfens nicht bewusst. Experten fordern daher ein Umdenken. Heute setzen sogar schon einige Unternehmen im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung auf kostenlose Impfungen, da sie erkannt haben, dass diese gerade bei ihren älteren Mitarbeitern die Krankheitstage reduzieren können.

Foto: Sergey Khamidulin / fotolia.com

 
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