Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Immer mehr Menschen leiden unter einem „Handynacken”

Sonntag, 3. Juli 2016 – Autor:
Immer öfter hört man vom „Handynacken“. Die dauerhaft gebeugte Haltung über Smartphone oder Tablet belastet den Nacken und führt zu dauerhaften Verspannungen. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie gibt nun Tipps zur Vorbeugung.
Handynacken vorbeugen

Ein neues Volksleiden droht: der "Handynacken" – Foto: bernardbodo - Fotolia

Überall sieht man sie, die gebeugten Köpfe über dem Handy – ob in der U-Bahn, auf der Straße, im Wartezimmer und selbst in der Schlange vor der Supermarktkasse. Ärzte warnen mittlerweile von einer Art neuem Volksleiden: dem sogenannten „Handynacken“. Denn wer ständig ins Handy starrt, bekommt irgendwann Nackenschmerzen. Die unnatürliche Haltung führt zu Muskelverspannungen und kann sogar Verschleißerscheinungen befördern.

Auf den Nacken wirken starke Kräfte

Im Durchschnitt vier bis sechs Kilogramm wiegt unser Kopf. Wenn er nur um rund 15 Grad nach vorne gebeugt wird, wirken zusätzlich 13 Kilogramm auf die Wirbelsäule. Und wer auf Smartphone oder Tablet blickt, hält den Kopf häufig um 45 Grad gesenkt. In diesem Fall wirken Kräfte von über 20 Kilogramm auf den Rücken.

Das kann zu Muskelverhärtungen und unbewussten Schonhaltungen führen. Schmerzen im Schulter-Nacken-Bereich sind die häufige Folge. Und auch Verschleißerscheinungen drohen. Denn die unnatürliche Haltung strapaziert nicht nur die Muskeln, sondern belastet auch Sehnen und Bandscheiben.

 

Tipps gegen „Handynacken“

Experten fürchten, dass die Jugendlichen von heute, die mit Smartphone und Co. aufwachsen, später vermehrt Probleme mit Nacken und Wirbelsäule bekommen werden. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie gibt nun Tipps gegen den „Handynacken“. Folgende Punkte sollten beachtet werden:

  • Regelmäßige Pausen einlegen
  • Lockerungsübungen machen
  • Lieber das Gerät höher halten als den Kopf niedriger
  • Lieber die Augen senken als den Kopf
  • Immer wieder die Haltung wechseln

Auch Sport und Gymnastik können zur Vorbeugung des „Handynackens“ beitragen, da sie die Muskeln stärken. Ideal sind Schwimmen, Pilates, Walking oder Yoga. Mindestens zweimal in der Woche sollte das Training durchgeführt werden.

Wenn bereits dauerhafte Schmerzen vorhanden sind, die Schmerzen in andere Körperteile ausstrahlen und / oder zu Missempfinden oder sogar Taubheitsgefühlen führen, ist es wichtig, die Beschwerden genauer abklären zu lassen. Wer den Schmerz jedoch ignoriert, riskiert einen dauerhaften Verschleiß der Wirbelsäule.

Foto: © bernardbodo - Fotolia.com

Hauptkategorie: Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Schmerzen , Gelenkschmerzen , Kopfschmerzen , Rückenschmerzen
 

Weitere Nachrichten zum Thema Nacken- und Rückenschmerzen

 

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Viele gesundheitsbewusste Verbraucher wissen genauso wie Diabetiker um die dick- und krankmachende Wirkung von Zucker. Deshalb richtet sich deren Hoffnung auf Süßstoffe. Doch obwohl sie zuckerfrei und zumindest kalorienarm sind, machen auch sie offenbar dick.


Ist die Infektion abgeklungen, ist Covid-19 für viele Patienten keineswegs vorbei – es geht nur anders weiter. Die AOK hat ein neues Beratungsportal geschaltet: damit Long-Covid-Patienten diese neue Krankheit besser verstehen und leichter mit ihr umgehen können.
 
Interviews
Affenpocken verlaufen in der Regel harmlos. Doch nicht immer. Dr. Hartmut Stocker, Chefarzt der Klinik für Infektiologie am St. Joseph Krankenhaus in Berlin Tempelhof, über die häufigsten Komplikationen, die Schutzwirkung der Impfung und den Nutzen von Kondomen.

Zöliakie kann in jedem Lebensalter auftreten und ein buntes Bild an Beschwerden machen. Bislang ist das wirksamste Gegenmittel eine glutenfreie Ernährung. Gesundheitsstadt Berlin hat mit PD Dr. Michael Schumann über die Auslöser und Folgen der Autoimmunerkrankung gesprochen. Der Gastroenterologe von der Charité hat an der aktuellen S2K-Leitinie „Zöliakie“ mitgewirkt und weiß, wodurch sich die Zöliakie von anderen Glutenunverträglichkeiten unterscheidet.

Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin