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Immer mehr Menschen arbeiten in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen

Der Wirtschaftssektor Gesundheit und Soziales wächst und wächst. Das zeigen Zahlen der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), der gesetzlichen Unfallversicherung für die nicht staatlichen Einrichtungen dieser Branchen in Deutschland.

Jobs in Gesundheit und Pflege: Gerade hier ist Prävention wichtig!

Laut Zahlen der BGW stieg die Zahl der dort versicherten Personen von 2009 bis 2014 um rund zwölf Prozent auf über 7,7 Millionen. Die Berufsgenossenschaft unterstützt die Unternehmen mit vielfältigen Angeboten beim Arbeits- und Gesundheitsschutz. Den stärksten Personalzuwachs im privaten und frei-gemeinnützigen Gesundheits- und Sozialsektor verzeichnete nach Angaben der Berufsgenossenschaft in den Jahren 2009 bis 2014 die Pflege: Dort zählte man im vergangenen Jahr rund 1,55 Millionen Versicherte, fast 300.000 mehr als fünf Jahre zuvor. Der prozentuale Anstieg der Versichertenzahl war in dieser Branche mit rund 24 Prozent doppelt so hoch wie bei den BGW-Mitgliedsbetrieben insgesamt.

Die Zahl der Mitarbeiter im Bereich der Pflege wächst am stärksten

Auf Platz zwei beim Personalzuwachs kam nach Angaben der Berufsgenossenschaft die Kinderbetreuung: Dort stieg die Zahl der Versicherten von 2009 bis 2014 um über 170.000 auf etwa 780.000 Personen. Das entspricht einer Zunahme um rund 28 Prozent. Platz drei belegten Beratungs- und Betreuungsstellen mit einer Zunahme um fast 130.000 auf rund 1,2 Millionen Versicherte (ein Plus von etwa  zwölf Prozent).

„Zu den insgesamt mehr als 620.000 Unternehmen in Deutschland, die über die BGW gegen Arbeitsunfälle, Wegeunfälle und Berufskrankheiten abgesichert sind, gehören zudem beispielsweise Kliniken, ärztliche und therapeutische Praxen, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Apotheken, Friseursalons, Kosmetikbetriebe und Schädlingsbekämpfungsunternehmen“, schreibt die BGW in einer Pressemitteilung. 

Maßnahmen zur Gesundheitsförderung sind vor allem bei Berufen in der Gesundheitswirtschaft ein Muss!

"Damit die Beschäftigten in unseren Mitgliedsbetrieben ihre gesellschaftlich außerordentlich wichtigen Aufgaben gesund und sicher erfüllen können, benötigen sie zum einen gute Arbeitsbedingungen", erklärt Jörg Schudmann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der BGW. "Zum anderen sind gesunderhaltende persönliche Ressourcen wichtig. Diese muss letztlich jede und jeder selbst trainieren und ausbauen. Die Betriebe können ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei aber sinnvoll unterstützen."

Zu beiden Aspekten - den gesunden Arbeitsbedingungen wie der Förderung persönlicher Ressourcen - bietet die BGW nach eigenen Angaben ihren Mitgliedsunternehmen Informationsmaterialien, Beratung, Arbeitshilfen, Seminare und Fachkongresse. Wer sich mit aktuellen Aspekten des gesunden und sicheren Arbeitens in der Pflege beschäftigen möchte, hat vom 7. bis 9. September beim "BGW forum 2015 - Gesundheitsschutz und Altenpflege" in Hamburg die Möglichkeit, sein Wissen zu vertiefen. 

Foto: Fotolia - spotmatikphoto

Autor: Cornelia Wanke
Hauptkategorien: Prävention und Reha , Pflege

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