Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

ILO will mehr Gesundheitsschutz bei der Arbeit

Am 28. April findet der Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz statt. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) will damit das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Prävention von Berufskrankheiten vergrößern.
Welttag für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit

Arbeitsbedingte Unfälle sind immer noch häufig

Eine Kultur der Prävention im Bereich Gesundheitsschutz bei der Arbeit zu schaffen – das ist das Ziel des Welttages für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz, der von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) organisiert wird. Eingeführt wurde er, um sichere, gesunde und menschenwürdige Arbeit zu fördern und Berufskrankheiten zu vermeiden. Die jährliche Kampagne will zudem die Aufmerksamkeit auf neue Entwicklungen bei Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit lenken und auf die hohe Zahl vermeidbarer Berufsunfälle und Berufskrankheiten hinweisen.

Prävention mehr Bedeutung einräumen

Berufskrankheiten sind nach wie vor weltweit die häufigste Ursache arbeitsbedingter Todesfälle. Nach Schätzungen der ILO sterben täglich rund 6.000 Menschen durch arbeitsbedingte Unfälle oder Krankheiten. Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit müssen daher nach Meinung von Experten ein gesamtgesellschaftliches Thema werden und mehr Beachtung bei Politikern und Arbeitgebern finden.

Zum Arbeitsschutz gehören verschiedene Maßnahmen, wie zum Beispiel die Vermeidung von Arbeitsunfällen, die Beseitigung der Exposition gegenüber Giftstoffen am Arbeitsplatz, der allgemeine Gesundheitsschutz, aber auch Themen wie gesellschaftliche Teilhabe, Resilienz, Gerechtigkeit, Vertrauen und Nachhaltigkeit. Ein besonderes Augenmerk richtet die ILO auf das Thema Prävention und Schutz vor Burnout.

 

Ideen für den Gesundheitsschutz

Seit August 2014 existiert das OSHwiki, eine von der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) gegründete Internetplattform, deren Benutzer Informationen zum Thema Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit erstellen und sich darüber austauschen können. Ziel ist die Verbreitung von Ideen zum Arbeitsschutz und die Vernetzung einer Gemeinschaft, die langfristig Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen sowie politische Institutionen bei der Schaffung sicherer und gesunder Arbeitsplätze unterstützen soll.

Foto: © ikonoklast_hh - Fotolia.com

Autor: red
 

Weitere Nachrichten zum Thema Gesundheit im Berufsleben

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Vorhofflimmern ist die häufigste bedeutsame Herzrhythmusstörung. Die meisten Patienten bemerken es aber nicht einmal – dabei ist es nicht ungefährlich: Vorhofflimmern erhöht das Schlaganfall-Risiko. Ein deutsch-kanadisches Forscherteam hat ein Immer-dabei-Rhythmuspflaster getestet, das Vorhofflimmern bei Risikopatienten zehn Mal häufiger erkennt als die herkömmliche Diagnostik.


Mit einer steilen These hat sich der Berliner Infektionsschutzexperte Klaus-Dieter Zastrow in die laufende Debatte über Wege aus den Lebensbeschränkungen infolge der COVID-19-Pandemie eingeschaltet. „Warum desinfizieren wir uns nicht die Mundhöhle, da wo das Virus sitzt?", sagte Zastrow im TV-Sender Phoenix. Wenn man das befolge, könnten Schulen, Geschäfte, Restaurants und Kulturstätten in Kürze wieder öffnen.
 
Interviews
Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.

Unter dem Stichwort der „harm reduction“ werden E-Zigaretten vielfach als weniger gefährlich bezeichnet als herkömmliche Zigaretten und sogar zur Raucherentwöhnung empfohlen. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) widerspricht dieser Darstellung deutlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Pneumologen Professor Wulf Pankow über die Gefahren durch E-Zigaretten und geeignete Methoden für den Rauchentzug gesprochen.

Der klassische Medikationsprozess im Krankenhaus ist fehleranfällig. Untersuchungen untermauern das. Dabei könnte die Digitalisierung die Arzneimitteltherapie wesentlich sicherer machen. Das Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) hat schon vor Jahren auf ein Closed Loop Medication Management umgestellt. Gesundheitsstadt Berlin hat mit UKE-Krankenhausapothekerin PD Dr. Claudia Langebrake über die Vorteile des digitalen Medikationsprozesses gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin