. SARS-CoV-2

Hunde und Katzen können sich mit Coronavirus infizieren

Hunde und Katzen können sich mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizieren. Dafür gibt es jetzt weltweit Belege. Zwar ist noch kein Fall bekannt, dass sich ein Mensch bei seinem Haustier angesteckt hat. Doch prinzipiell ist das möglich.
Ziemlich beste Freunde: Katzen werden vom Coronavirus krank, Hunde nicht, können sich aber auch infizieren

Ziemlich beste Freunde: Katzen werden vom Coronavirus krank, Hunde nicht, können sich aber auch infizieren

Hunde, Katzen, Nerze und Frettchen – all diese Tier können sich mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizieren. Dafür gibt es mittlerweile weltweit Beispiele. Betreiber von Nerzfarmen in den Niederlanden und Dänemark meldeten, dass einige ihrer Nerze Atemwegsbeschwerden bekamen und teilweise daran starben.

Einzelne Infektionen von Hunden und Katzen hat es unter anderem in Frankreich, Spanien, Belgien, Deutschland, China und den USA gegeben. Im Zoo in New York hatte sich sogar ein Tiger infiziert – möglicherweise bei Besuchern oder Tierpflegern. Daraufhin haben Forscher am Harbin Veterinary Research Institute in China die experimentellen Untersuchungen vorgenommen.

Katzen werden krank, Hunde nicht

Experimentell sind unter anderem Hunde und Katzen infiziert worden. Bei beiden Haustieren scheint sich das Coronavirus vermehren zu können. „Während Hunde keine Symptome zeigten, hatten Katzen – ähnlich wie infizierte Menschen – Atemwegsbeschwerden und teilweise Durchfall bekommen“, kommentiert Prof. Thomas Vahlenkamp, Direktor des Instituts für Virologie der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig, die Forschungsergebnisse.

Infektionen von Hunden und Katzen seien also möglich, „treten aber sehr selten auf, und sie standen immer im Zusammenhang mit einem humanen Fall“, berichtet der Experte. Das bedeutet: Ist das Herrchen infiziert, kann sich auch der Vierbeiner mit dem Coronavirus anstecken.

 

Tiere können sich untereinander anstecken

Laut Tiermediziner Vahlenkamp ist weltweit  aber kein Fall bekannt, bei dem umgekehrt ein infiziertes Tier einen Menschen angesteckt hat. Wer mehrere Hunde und Katzen halte, sollte allerdings wissen, dass sich die Tiere auch untereinander anstecken können. „Das soll aber nicht zu Verunsicherung bei Hunde- und Katzenbesitzern führen“, so Vahlenkamp. Die Zahl der Fälle sei äußerst gering.

Trotzdem: Wer selbst zur Risikogruppe gehört und einen Hund oder eine freilaufende Katze hat, hat eine potenzielle Infektionsquelle im Haus. Besorgte sollten entweder nicht mehr mit dem Liebling kuscheln oder können das Tier auch auf das Coroanvirus testen lassen. Ein Corona-Test für Haustiere ist möglich, kostet aber eine Stange Geld.

Foto: © Adobe Stock/kobkik

Autor: ham
Hauptkategorie: Corona
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