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Humor entlastet Pflegekräfte und bereichert Altenheim-Bewohner

Samstag, 11. Januar 2014 – Autor: Michael Schulz
Das Evangelische Johanneswerk hat ein Projekt mit der Stiftung „Humor hilft heilen“ von Dr. Eckart von Hirschhausen gestartet. Dabei geht es um die „Beziehungspflege mit Humor“. Ziel ist es, mit Humor und Clownstechniken das Leben und Arbeiten in der Pflege zu entlasten und zu bereichern.
Humor entlastet Pflegekräfte und bereichert Altenheim-Bewohner

Eckart von Hirschhausen: Humor hilft heilen

„Was hier begonnen wird, ist Pionierarbeit, die hoffentlich weite Kreise ziehen wird." So beschreibt der Arzt und Kabarettist Dr. Eckart von Hirschhausen das Projekt des Evangelischen Johanneswerks in Bielefeld, das er mit seiner Stiftung „Humor hilft heilen“ begleitet. Eingebunden sind ab Januar 2014 alle 32 Alteneinrichtungen des Johanneswerks in Nordrhein-Westfalen. Die Verzahnung von Clownsarbeit und Mitarbeiterschulungen in der Pflege ist deutschlandweit einzigartig: Mit Hilfe von Clowns soll Kontakt zu den Bewohnerinnen und Bewohnern der Pflegeeinrichtungen aufgebaut werden.

Die Erfahrung zeige, dass durch die Arbeit der Clowns demenzkranke Menschen anfangen zu reagieren. Ziel sei es nicht, sie „unbedingt zum Lachen“ zu bringen, erklärt Andreas Bentrup vom Verein Clownskontakt als weiterer Kooperationspartner des Projekts.

Pflegekräfte und Bewohner erleben eine positive Veränderung der Stimmung

„Wir sind eher ein Verstärker für Emotionalität.“ Geschult in den Techniken der Clownsarbeit werden über 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Johanneswerks. Sie sollen „lernen, wie sie gut mit den Bewohnerinnen und Bewohnern in Kontakt treten und deren Bedürfnisse wahrnehmen können“, betont Dr. Ingo Habenicht, Vorstandsvorsitzender des Johanneswerks. Sie lernten auch, wie sie ihre eigene Haltung verändern, die eigene Arbeit anders gestalten und sich selbst entlasten könnten. „Die Verzahnung von Clownsarbeit und Mitarbeiterschulungen in der Pflege ist deutschlandweit einzigartig“, sagt Habenicht weiter. Von daher werde das Projekt wissenschaftlich begleitet.

Die Erfahrung zeige, dass die Clowns beim ersten Besuch oft Skepsis und Zurückhaltung erfahren. „Viele erwarten Zirkusclowns oder denken: Für so eine Schulung hab ich keine Zeit“, erläutert Bentrup. Durch das persönliche Erleben, durch Authentizität und Begegnung gewinne das Thema dann aber an Bedeutung: Menschen kommen auf die Flure und steigen mit ein, Pflegekräfte spüren, wie der Kontakt zu den Bewohnern leichter und spielerischer wird. Und alle erleben, wie sich die Stimmung positiv verändere.

Foto: Eckardt von Hirschhausen

 
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