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01.04.2020

Homeoffice und Kinderbetreuung: Wie der Spagat zu schaffen ist

Kitas und Schulen sind geschlossen und Eltern müssen die Kinderbetreuung übernehmen. Gleichzeitig arbeiten sie nun häufig von zu Hause aus. Wie dieser Spagat zwischen Job und Privatleben zu schaffen ist, ohne in den Burnout zu kommen, dafür geben Experten nun Tipps.
Homeoffice, Kinderbetreuung, Corona

Homeoffice und Kinderbetreuung: Das kann Eltern schon mal an den Rand der Belastbarkeit bringen

Die Coronakrise wirbelt unser Leben durcheinander. Neben veränderten Arbeitsbedingungen – allen voran die rasante Verbreitung des Homeoffice – müssen wegen der geschlossenen Schulen und Kitas auch die Kinder zu Hause betreut und unterrichtet werden. Für viele Eltern bedeutet das einen Spagat, der teilweise kaum zu schaffen sein scheint. Doch mit einigen Tipps lassen sich Arbeit und Privatleben verbinden, ohne dabei den Burnout zu riskieren. Das Wichtigste dabei: klare Zeitpläne.

Tipps gegen den Stress

Folgende Tipps für die Verbindung von Homeoffice und Kinderbetreuung werden von Experten vorgeschlagen:

  • Ein fester Zeitplan: Versuchen Sie einen festen Zeitraum zu definieren, an dem Sie im Homeoffice arbeiten. Dabei sollte mit dem Arbeitgeber besprochen werden, ob man z. B. auch am Abend oder am Wochenende arbeiten kann. Auch die Kinder sollten dabei miteinbezogen werden. Gerade kleine Kinder müssen erst einmal begreifen, dass Mama und Papa zwar jetzt zu Hause sind, aber keine Ferien haben. Planen Sie zudem Zeiträume für gemeinsame Malzeiten, Spiel- und Bewegungspausen. Legen Sie dabei auch fest, wann sich jeder alleine beschäftigen sollte. Hängen Sie den Plan gut sichtbar in der Wohnung auf.
  • Alternativen für die Beschäftigung mit sich alleine: Brauchen Sie Ruhe zum Arbeiten, sollten Sie den Kindern etwas geben, womit sie sich eine Zeitlang ruhig beschäftigen können, z. B. Lernübungen für Schulkinder, Malbilder oder Puzzle für die Kleineren. Auch Hörspiele eignen sich gut.
  • Homeoffice für die Kleinen: Gerade kleine Kinder lieben es, es ihren Eltern gleichzutun. Arbeiten also die Eltern im Homeoffice, können sie auch einen kleinen Arbeitsplatz für die Kinder einrichten. An einem Tisch sitzend, mit Utensilien wie Stiften, Papieren und Scheren ausgestattet, können die Kleinen dann auch „arbeiten“ – genauso wie die Großen.
  • Absprachen: Klare Regeln helfen allen, z. B.: Jeder, der im Esszimmer arbeitet, kann angesprochen werden; wer ins Arbeitszimmer geht, möchte jedoch ungestört bleiben. Ist auch der Partner zu Hause, sollten die Pläne gemeinsam besprochen werden. Idealerweise wechseln Sie sich dann als erster Ansprechpartner für die Kinder ab.
  • Gemeinsame Unternehmungen: Gerade in diesen Zeiten sollten bewusste gemeinsame Unternehmungen wie Spaziergänge, Sport oder Spielen nicht fehlen. Und wenn alles zu viel wird, darf in diesen Zeiten auch mal tagsüber ein Film geschaut oder ein Online-Spiel gespielt werden.
 

Unfälle vermeiden

Nicht nur die zeitliche und räumliche Abgrenzung ist beim Homeoffice wichtig. Wie die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) betont, kann es gerade durch Stress und Hektik zu Hause leicht zu Unfällen kommen. Folgende Tipps sollen davor schützen:

  • Vorbereitung: Achten Sie darauf, dass Kabel von PC, Laptop und Drucker so verstaut sind, dass Sie nicht darüber fallen oder sich einfädeln können. Kleben Sie lose Kabel mit breitem Klebeband auf dem Fußboden fest.
  • Aufräumen: Herumliegendes Spielzeug wird schnell zur Stolperfalle. Und wenn sich Spielsachen und Arbeitsutensilien vermischen, liegen schnell die Nerven blank. Räumen Sie also regelmäßig auf und machen Sie am besten mit ihren Kindern ein Spiel daraus.
  • Entweder arbeiten oder kochen, nicht beides gleichzeitig: Beenden Sie Ihre Arbeit im Homeoffice, wenn Sie kochen wollen und kleine Kinder im Haushalt leben. Heiße Speisen, die unbeaufsichtigt auf dem Herd stehen, sind eine ernst zu nehmende Gefahrenquelle.
  • Pausen machen: Legen Sie genügend Pausen mit Dehn- und Streckübungen ein. Improvisierte Homeoffice Plätze sind oft nicht ergonomisch.

Foto: © Adobe Stock/Jaco Lund

Autor: anvo
Hauptkategorien: Medizin , Corona
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