. BMWi lobt Gesundheitswirtschaft

Hoch innovative Branche mit Strahlkraft

Das Bundeswirtschaftsministerium setzt weiter auf die Gesundheitswirtschaft. Das wurde bei einer Veranstaltung, auf der auch zwei Forschungsprojekte dazu vorgestellt wurden, deutlich. Mit rund sechs Millionen Beschäftigten sei die Gesundheitsbranche ein wichtiger Beschäftigungsmotor, so das Ministerium.

Handreichung für die Gesundheitswirtschaft: Das BMWi unterstützt die Branche.

Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, für Mittelstand und Tourismus, Iris Gleicke, hat kürzlich im Bundeswirtschaftsministerium die Ergebnisse zweier neuer Forschungsprojekte des BMWi zur Bedeutung der Gesundheitswirtschaft vor: „Vom Gesundheitssatellitenkonto zur Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung“ und „Messung der Produktivitätsentwicklung der Gesundheitswirtschaft“, so der etwas sperrige Titel der beiden Projekte, die aber der Gesundheitswirtschaft neuen Schub geben sollen.

Deutschland soll Leitmarkt und Leitanbieter im Gesundheitssektor sein

Staatssekretärin Gleicke: „Die deutsche Gesundheitswirtschaft bietet rund sechs Millionen Menschen Beschäftigung, weitere drei Millionen Arbeitsplätze hängen in anderen Branchen davon ab. Damit ist die Gesundheitswirtschaft einer der größten Wirtschaftssektoren in Deutschland. Es ist eine hoch innovative Branche mit deutlichen Ausstrahlwirkungen auf andere Bereiche. Das betrifft nicht zuletzt die Verringerung des Krankenstandes und damit der indirekten Krankheitskosten. Unser Ziel ist es, die Gesundheit zu verbessern und Deutschland weiter zum Leitmarkt und Leitanbieter für Gesundheitswirtschaft zu entwickeln.“

Gleicke betonte in diesem Zusammenhang auch, im Mittelpunkt müssten immer der Mensch und sein Wohlergehen stehen: „Wichtigstes Ziel der Gesundheitswirtschaft sind nicht die Produktion von immer mehr Medikamenten und die Durchführung von immer mehr Operationen. Es geht vielmehr um die Verbesserung unserer Gesundheit, um die Vermeidung und Behandlung von Krankheiten.“

 

BMWi unterstützt die Gesundheitsforschung mit rund 225 Millionen Euro

Das vor einigen Jahren im Auftrag des BMWi erstellte „Gesundheitssatellitenkonto“, das europaweit erstmalig die Gesundheitswirtschaft in den Kategorien der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung dargestellt hatte, lieferte die Grundlagen, um das Modell in Folgeprojekten zu einer Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung weiterzuentwickeln. Auch die 2011 im BMWi gestartete Exportinitiative Gesundheitswirtschaft ist ein Ergebnis der Forschungsprojekte. Im Bereich der Gesundheitsforschung und Medizintechnik wurden in den letzten sechs Jahren mit dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) etwa 1.700 Forschungsprojekte mit einer Fördersumme von 225 Millionen Euro unterstützt.

Foto: ty - Fotolia.com

Autor: Cornelia Wanke
Hauptkategorien: Demografischer Wandel , Medizin
 

Weitere Nachrichten zum Thema Innovation

 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
In Deutschland ist die Prügelstrafe gesetzlich verboten. Doch nicht alle Eltern halten sich daran. Welche langfristige Folgen das haben kann, hat eine Studie gezeigt: Demnach neigen Kinder, die körperliche Gewalt erlebt haben, später möglicherweise selbst verstärkt zu Gewalttaten.
Manche Krebszellen sind auf Sauerstoff angewiesen, andere nicht. Wissenschaftler wollen nun Medikamente kombinieren, um beide Zelltypen - die aeroben und die anaeroben - bei Darmkrebs abzutöten. Die Deutsche Krebshilfe unterstützt das Projekt.
Gedächtnisstörungen können eine Folge von Vitamin B 12 Mangel sein. Auch bei Alzheimerpatienten, die mit Cholinesterase-Hemmern behandelt werden, wurde jetzt ein Zusammenhang zwischen dem B Vitamin und der Denkleistung festgestellt. Fehlt das Vitamin geht der Gedächtnisabbau deutlich schneller.
. Top-Termine
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Kliniken
. Interviews
Mit der Digitalisierung des Gesundheitswesens sind viele Chancen verbunden. Bei manchen Bürgern löst das Thema aber auch Ängste und Sorgen aus. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Prof. Dr. Erwin Böttinger, einem der weltweit führenden Forscher im Bereich Digital Health, über die elektronische Patientenakte und andere digitale Lösungen gesprochen.