. Deutschland schwitzt

Hitzewelle: Wie sie unserer Gesundheit schaden kann

Hitze und Sonne belasten den menschlichen Körper auf unterschiedliche Art und Weise. Vor allem die Gesundheit von älteren Menschen, Babys und chronisch Kranken kann dabei gefährdet werden. Kreislaufversagen und Hitzschlag können die Folgen sein.
Hitze, Hitzewelle, Gesundheit, Sonne, Hitzschlag

Über 40 Grad Celsius könnte es in den kommenden Tagen werden

Es wird immer heißer. Hoch „Ulla“ soll Deutschland in den kommenden Tagen möglicherweise Temperaturen von über 40 Grad bescheren. Das sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) voraus. Der bislang wärmste Tag des Jahres soll demnach der 26. Juni werden. Die hohen Temperaturen machen dabei vielen Menschen zu schaffen.

Ab 37 Grad könne es für den Menschen gefährlich werden, warnt der Malteser Hilfsdienst. Bei der Hitze läuft der Körper auf Hochtouren und die Temperaturregelung kann überfordert sein. Mögliche Folgen sind Kreislaufprobleme, ein Sonnenstich oder ein Hitzschlag. Die Notaufnahmen der Kliniken rechnen in den kommenden Tagen daher vermehrt mit Patienten, die über hitzebedingte Beschwerden klagen.

Senioren und Babys besonders gefährdet

Kopfschmerzen, Schwindel und allgemeines Unwohlsein können erste Anzeichen für gesundheitliche Probleme mit der Hitze sein. Besonders gefährdet sind bei der Hitze Senioren, Babys und chronisch Kranke. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Bei Säuglingen und Kleinkindern ist vor allem aufgrund der geringeren Körperoberfläche die Regelung der Körpertemperatur über das Schwitzen nur eingeschränkt möglich. Bei älteren Menschen funktioniert die Wärmeregulierung generell nicht mehr so gut. Häufig ist auch das Durstgefühl der Senioren geringer ausgeprägt, so dass sie zu wenig trinken.

 

Körper versucht, konstantes Temperaturniveau zu halten

Doch was passiert eigentlich, wenn sich die Temperaturen ändern? Damit die inneren Organe und das Gehirn eines Menschen optimal funktionieren können, muss die Körpertemperatur auf einem konstanten Niveau gehalten werden, erklärt der DWD auf seiner Website. Diese Temperatur beträgt in der Regel um die 37 Grad. Damit das gewährleistet ist, sollten die Wärmeproduktion im Organismus und die Wärmeabgabe an die Umgebung über einen längeren Zeitraum im Gleichgewicht stehen.

Weichen die Bedingungen vom Wärmegleichgewicht ab, reagiert der Körper mit Frieren oder Schwitzen. Zudem passt der Mensch sein Verhalten normalerweise den empfundenen Bedingungen an, indem er beispielsweise seine Aktivität herunterfährt oder kühlere Räume aufsucht. Aufgrund des unterschiedlichen Stoffwechsels bei Menschen weicht das Wärmeempfinden jedoch oft stark voneinander ab.

Hitze und Sonne belasten die Gesundheit

Bei Hitzewellen wie derjenigen, die zurzeit auf Deutschland zurollt, ist auch zu bedenken, dass der Körper nicht nur unter der Wärme, sondern auch unter der Sonne leidet. Schattige Plätze sind daher zurzeit zu bevorzugen. Wer doch der Sonne ausgesetzt ist, sollte auf keinen Fall den UV-Schutz vergessen.

Der DWD erinnert daran, dass auch Kleidung mehr oder weniger viel Wärme speichern kann. So absorbiert dunkle Kleidung die Sonnenstrahlen stark und wandelt sie in langwellige Wärmestrahlung um, was wir direkt auf der Haut spüren können. Helle Kleidung hingegen heizt sich nicht so stark auf und reflektiert stattdessen einen großen Anteil der kurzwelligen Sonnenstrahlung. Leichte und helle Stoffe sowie generell kurzärmlige Bekleidung sind daher zurzeit optimal.

Foto: © John Smith - Fotolia.com

Autor: anvo
Hauptkategorie: Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Hitze
 

Weitere Nachrichten zum Thema Hitze und Gesundheit

 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
Die Corona-Pandemie hat unser Leben radikal verändert. Familien leben auf engem Raum zusammen. Alleinstehenden brechen die sozialen Kontakte weg. Experten befürchten eine Zunahme häuslicher Gewalt. Über Hilfestellungen hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem renommierten Psychiater und Stressforscher Prof. Dr. Mazda Adli gesprochen.
Der Deutsche Ethikrat hält die gegenwärtigen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie in Deutschland für gerechtfertigt. Jedoch müssten die Restriktionen bald schrittweise gelockert werden. Wie das geschehen kann, hat das Gremium in seiner Ad-hoc-Empfehlung "Solidarität und Verantwortung in der Corona-Krise" beschrieben.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

Friedrich von Bodelschwingh-Klinik, Landhausstraße 33 – 35, 10717 Berlin

Friedrich von Bodelschwingh-Klinik, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Landhausstraße 33 – 35, 10717 Berlin Mehrzweckraum, EG
 
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Interviews
Work-Life-Balance, geregelte Arbeitszeiten – in altersgemischten Stationsteams prallen Welten aufeinander. Wie sich der Generationenkonflikt im Krankenhaus lösen lässt, weiß Professor Wolfgang Kölfen, Chefarzt und Kommunikationsberater aus Mönchengladbach.
Die Universitätsmedizin Essen ist Smart Hospital und aktiv am Aufbau des virtuellen Krankenhauses in Nordrhein-Westfalen beteiligt. Über die Chancen der digitalen Transformation und die Hürden auf diesem Weg hat Gesundheitsstadt Berlin mit der Digital Change Managerin der Universitätsmedizin Dr. Anke Diehl gesprochen.