. Pollenallergie

Heuschnupfen-Saison 2016 ist gestartet

Für Allergiker beginnt jetzt wieder die Heuschnupfen-Saison. Die Pollen von Haselnuss und Erle werden bereits in der Luft gemessen. In diesem Jahr drohen stärkere Beschwerden, meldet die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID).
Haselnussbäume gehören zu den Frühblühern

Mit den ersten Haselnusspollen ist die Heuschnupfen-Saison gestartet

Nach Einschätzung des PID wird die Belastung durch Birkenpollen in vielen Regionen Deutschlands deutlich stärker als 2015 ausfallen. Die Symptome bei den Birkenpollen-Allergikern werden daher ausgeprägter als im Vorjahr sein. Auch die Konzentration an Gräserpollen zeigt einen zunehmenden Trend. Hier könnten die Beschwerden ebenfalls stärker sein als 2015.

Kräuterpollen, vor allem die Pollen des Beifuß, werden nicht stärker auftreten. Die Konzentrationen für Ambrosiapollen sind schwer vorhersehbar, da der Fernflug, besonders aus der ungarischen Tiefebene, eine große, nicht vorhersehbare Rolle spielt, heißt es weiter in einer PID-Mitteilung.

Heuschnupfen-Saison: Wann fliegen welche Pollen

Die Flugsaison erstreckt sich für Haselpollen – seit 18. Januar unterwegs - bis 15. April, für Erlenpollen - seit dem 15. Januar unterwegs - bis 3. Mai,  für Birkenpollen vom 16. März bis 15. Juni, für Beifußpollen vom 25. Juni bis 15. September, für Gräserpollen vom 5. April bis 30. September und für Ambrosiapollen vom 1. August bis 15. September.

Der Flugzeitraum kann in Nord-, Mittel- und Ostdeutschland, Westdeutschland und Süddeutschland jeweils um ein bis zwei Wochen später einsetzen oder früher enden. „Die ermittelten Zeiten für den Pollenflug helfen Allergikern sich rechtzeitig auf die Belastung einzustellen“, so Prof. Karl-Christian Bergmann, Leiter des PID und Experte der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF).

Heuschnupfen: Schon vor dem Start der Saison zum Allergologen

„Falls sich bei Menschen, die bisher keinen Heuschnupfen hatten, während dieser Zeit die Beschwerden häufen, sollte ein Arzt konsultiert werden, um zu klären, ob eine Allergie vorliegt.“  Typische Symptome sind die ewig laufende Nase, ein Anschwellen der Nasenschleimhäute, gerötete, tränende Augen sowie Juck- und Niesreiz. Für Baumpollenallergiker ist Vorsicht geboten: Ein unbehandelter allergischer Schnupfen kann sich zu einem allergischen Asthma entwickeln.

„Gehen Sie schon vor Beginn der jeweiligen Pollensaison zu Ihrem Allergologen“, rät Prof. Bergmann. „So haben Sie rechtzeitig Ihre entsprechenden Medikamente zur Hand. Zudem können andere Behandlungsmethoden, zum Beispiel eine Kurzzeit-Immuntherapie, besprochen werden.“

Heuschnupfen-Saison: Wo findet man Informationen zum Pollenflug

Auf der Webseite der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) (www.pollenstiftung.de) stehen der aktuelle Pollenflugkalender und der Link zur aktuellen Pollenflugvorhersage. Der PID gibt die Prognose auf Grundlage der Wettersituation der vergangenen Monate, der voraussehbaren Wetterlage und des Pollenflugs der vergangenen 15 Jahre ab. Die aktuelle Pollenflugvorhersage kommt vom Deutschen Wetterdienst, der dafür 40 Messstationen des PID nutzt.

Heuschnupfen: Smartphones-Apps für Pollenallergiker

Die kostenlose Smartphone-App „Pollen“ (Version 4.0) ermöglicht die Dokumentation der Beschwerden an Augen, Nase und Bronchien sowie der benutzten Medikamente, eine allgemeine und eine personalisierte Vorhersage zur Pollenbelastung sowie einen Vergleich der Pollenbelastung in der nächstgelegenen Pollenfalle mit der Stärke der eigenen Symptome.

Die kostenlose Smartphone-App „Husteblume“ der Techniker Krankenkasse (TK) besitzt die gleichen Funktionen wie die App „Pollen“ und bietet darüber hinaus an, dass sie dem Nutzer nach Eingabe seiner Beschwerden Informationen zusendet, wie sich andere Personen erfolgreich an Nase, Augen oder Bronchien (bei Asthma) behandeln.

Foto: Motivjaegerin1

Autor: red
Hauptkategorie: Medizin

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