Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Herztransplantation: Qualitätssicherung wird weiterentwickelt

Freitag, 28. Juni 2013 – Autor: Anne Volkmann
Auf Wunsch des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) soll sich die Qualitätssicherung bei Herztransplantationen künftig auch auf Kunstherzen und Herzunterstützungssysteme erstrecken. Der G-BA beauftragte das AQUA-Institut, die Qualitätssicherung entsprechend weiterzuentwickeln.
Qualitätssicherung für Kunstherzen

Neben Spenderherzen werden immer mehr Kunstherzen eingesetzt

Über 800 Kunstherzen und Herzunterstützungssysteme werden jedes Jahr in Deutschland eingesetzt. Spenderherzen hingegen werden nur etwa 300-mal im Jahr transplantiert. Dennoch besteht bisher eine Dokumentationspflicht für die externe Qualitätssicherung nur für die Transplantation von Spenderherzen, nicht aber für die Implantierung von Kunstherzen. Das soll sich nun ändern.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) erteilte daher dem AQUA-Institut den Auftrag, die bestehende Qualitätssicherung weiterzuentwickeln. In Zukunft sollen auch Kunstherzen und Unterstützungssysteme in die Datenerhebung für eine externe Qualitätssicherung einbezogen werden. Bis zum 15. März 2014 soll das AQUA-Institut die Voraussetzungen für die Datenerhebung schaffen.

Herztransplanation: immer öfter Kunstherzen eingesetzt

Aufgrund des technischen Fortschritts und des anhaltenden Mangels an Spenderherzen haben Kunstherzen und Herzunterstützungssysteme in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Ursprünglich waren sie nur zur Überbrückung der Wartezeit bis zur Herztransplantation eingesetzt oder bei Patienten angewandt worden, die sich bereits im Endstadium der Herzinsuffizienz befanden. Inzwischen sind die Möglichkeiten jedoch so ausgereift, dass die künstlichen Systeme schon früher eingesetzt werden, um irreversible Organschäden zu vermeiden.

Das AQUA-Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen GmbH ist ein interessenunabhängiges Dienstleistungsunternehmen, das sich auf Qualitätsförderung und -forschung im Gesundheitswesen spezialisiert hat. Seit Ende 2009 setzt das AQUA-Institut im Auftrag des G-BA den Aufbau einer bundesweiten und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung im Gesundheitswesen um.

Foto: © Dan Race - Fotolia.com

 
Hauptkategorien: Berlin , Gesundheitspolitik , Medizin
 

Weitere Nachrichten zum Thema Herztransplatation

 

Aktuelle Nachrichten

Mehr zum Thema
 
Weitere Nachrichten


Während es die Evolution so eingerichtet hat, dass Babys gern geknuddelt werden, um sich gesund zu entwickeln, sind Berührungen unter Erwachsenen nicht mehr so selbstverständlich. Dabei sind für sie genauso wichtig und gesund. Beispiel: Stressabbau.
 
Interviews
Affenpocken verlaufen in der Regel harmlos. Doch nicht immer. Dr. Hartmut Stocker, Chefarzt der Klinik für Infektiologie am St. Joseph Krankenhaus in Berlin Tempelhof, über die häufigsten Komplikationen, die Schutzwirkung der Impfung und den Nutzen von Kondomen.

Zöliakie kann in jedem Lebensalter auftreten und ein buntes Bild an Beschwerden machen. Bislang ist das wirksamste Gegenmittel eine glutenfreie Ernährung. Gesundheitsstadt Berlin hat mit PD Dr. Michael Schumann über die Auslöser und Folgen der Autoimmunerkrankung gesprochen. Der Gastroenterologe von der Charité hat an der aktuellen S2K-Leitinie „Zöliakie“ mitgewirkt und weiß, wodurch sich die Zöliakie von anderen Glutenunverträglichkeiten unterscheidet.

Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin