. Cardio-CT und MRT

Herzinstitut

Das Herzinstitut Berlin und das CT-MRT-Institut Berlin arbeiten unter einem Dach zusammen - und sind damit das erste ambulante interdisziplinäre Zentrum für die nicht-invasive Herz-Kreislauf-Diagnostik in Berlin.
Herzinstitut

Herzinstitut

Die Herzdiagnostiker

Schon der Empfang signalisiert, dass hier auf Qualität grossen Wert gelegt wird. Die modernen Räume gleich neben dem Steglitzer "Schloss" sind schlicht, aber hochwertig eingerichtet. Die Dame hinter dem elegant geschwungen Holztresen extrem zugewandt. Auch das ist Teil des Konzeptes. "Auf die persönliche Betreuung unserer Patienten legen wir sehr grossen Wert", sagt Dr. Jens Graman, Kardiologe am Herzinstitut Berlin.

"Das Herz stellt durch die Bewegung und die anatomische Lage im Brustkorb eine besondere Herausforderung für die Bildgebung in der medizinischen Diagnostik dar"

Zu Jens Gramann und seinen Kollegen kommen Patienten mit Herz-Kreislaufbeschwerden. Hier erhalten sie eine umfassende Diagnostik, die weit über das hinausgeht, was eine kardiologische Praxis normalerweise bieten kann. Das Zentrum verfügt über ein 1.5 Hochleistungs- MRT "Magnetom" und einer der wenigen Dual Source-CT der Welt "Somatom" von Siemens. Dual Source- CT bedeutet gleichzeitiges Scannen mit zwei Röhren und zwei Detektoren bei maximaler Schnelligkeit. Dadurch sind Untersuchungen am schlagenden Herzen bei nahezu jeder Herzfrequenz möglich.

 

Bewegte Bilder des Herzens: Die Schnelligkeit entscheidet

Ein interdisziplinäres Team aus erfahrenen Kardiologen, Radiologen und ein Spezialist für Herzbildgebung kann an Ort und Stelle abklären, ob etwa ein angeborener Herzfehler, eine Myokarditis oder eine Koronare Herzkrankheit vorliegen und eine entsprechende Therapie einleiten. Auch Prävention spielt eine grosse Rolle. Über das assoziierte European Prevention Center kommen vor allem ausländische Klienten, um sich einem gründlichen Check-up zu unterziehen.

"Die nicht-invasive Diagnostik ist für den Patienten immer dann von Bedeutung, wenn nur unklare Symptome für eine koronare Herzkrankheit vorliegen oder eine invasive Therapie zum momentanen Zeitpunkt nicht indiziert ist", erklärt Dr. Petra Lange-Braun, Kardiologin am Herzinstitut. Da von der koronaren Herzkrankheit (KHK) immer mehr Menschen, vor allem junge, betroffen sind, wächst auch die Zahl der Herzkatheteruntersuchungen stetig, obwohl ein Grossteil davon vermeidbar wäre. Derzeit liegt Deutschland etwa bei 750.000 Herzkatheteruntersuchungen pro Jahr. "Das sind 50 Prozent zuviel, meint Dr. Nidal Al-Saadi, Kardiologe und Spezialist für Herzbilder am Herzinstitut Berlin. "Bei 50 Prozent der Patienten stellt sich heraus, dass der Eingriff nicht notwendig war. Unser Ziel ist es deshalb, diese 50 Prozent dramatisch zu reduzieren, um den Patienten die Risiken eines invasiven Eingriffes zu ersparen."

Cardio-CT als Alternative zum Katheter

Die Alternative zum Katheter heisst für diese Patienten Schnittbildgebung mittels Cardio-CT. Hiermit kann die Herz-, und Gefässanatomie und -pathologie in beeindruckender Weise dreidimensional abgebildet werden. So können bei höchster Bildauflösung Plaques und Verengungen sicher identifiziert werden. Die dreidimensionale Sicht einschliesslich der Gefässwände macht das Cardio-CT dem Katheter sogar überlegen. "Nicht jede Gefässverengung bedeutet auch verringerte Durchblutung", erläutert Nidal Al-Saadi. Mit der Dual- Source-CT wird es möglich den Grad der Verengung zu messen. Erst wenn das Gefäss mehr als zu 50 Prozent verschlossen ist, muss therapiert werden. Zusätzlich kann sie die Beschaffenheit der Gefässwand beurteilen und liefert dadurch wertvolle Informationen, die ein Herzkatheter nicht liefern kann.

"Die Dual-Source-CT kann die Beschaffenheit der Gefässwand beurteilen und liefert dadurch wertvolle Informationen, die ein Herzkatheter nicht liefern kann"

Nidal Al-Saadi gehört zu den weltweit sehr wenigen Kardiologen, die sich auf Herzbildgebung spezialisiert haben und eine entsprechende Zusatzbezeichnung haben. Sein Spezialgebiet umfasst auch die Cardiale MRT, die mittlerweile als Goldstandard in der Beurteilung der Morphologie und der Funktion des Herzens gilt. "Durch seine dreidimensionale Information und hohe Präzision stellt die MRT vor allem in der Erstdiagnostik und Verlaufskontrolle von Kardiomyopathien, Myokard-Hypertrophien und kongenitalen Herzerkrankungen die Methode der Wahl dar", so Al-Saadi.

Belastung durch Röntgenstrahlen gründlich abwägen

Ob ein Patient überhaupt in eine der Röhren muss, entscheidet die gründliche klinische Voruntersuchung. "Viele Patienten können auch ohne die Herzbildgebung nach hause gehen", sagt Petra Lange- Braun. Während die MRT den Vorteil hat, ganz ohne Strahlenbelastung auszukommen, arbeitet die CT mit Röntgenstrahlen, die in etwa der Belastung einer Herzkatheteruntersuchung entspricht. "Deshalb muss immer gründlich abgewogen werden, ob diese Untersuchung für den Patienten wirklich indiziert ist", so Lange-Braun.

Exzellente Prävention, Diagnostik und Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen - dafür ist das interdisziplinäre Herzinstitut Berlin bekannt. Weniger bekannt ist, dass das integrierte CT-MRT-Institut Berlin als radiologisches Institut für alle Fachdisziplinen, auch für sehr spezielle Untersuchungen wie die virtuelle Darmspiegelung, zur Verfügung steht. So können auch Patienten z.B. für ein Nebenhöhlen-CT hierher überwiesen werden - nur Kassenpatienten nicht. Das interdisziplinäre Zentrum arbeitet rein privatärztlich.  

Weitere Informationen:
DR. MED. NIDAL AL-SAADI ist Kardiologe und gehört zu den weltweit sehr wenigen Spezialisten für die Herzbildgebung. Das Interdisziplinäre Zentrum für die nicht-invasive Herz-Kreislauf- Diagnostik vereint das "Herzinstitut Berlin" und das "CTMRT- Institut Berlin". Hier arbeiten Kardiologen, Radiologen und ein Spezialist für die Herzbildgebung unter einem Dach zusammen.

Schlossstrasse 34
12163 Berlin Steglitz
Tel. + 49 (0)30 9928889-0
Fax + 49 (0)30 9928889-12

BERLIN MEDICAL 02-April 2008

 

Weitere Nachrichten zum Thema Herz

 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Mehr zum Thema
 
. Weitere Nachrichten
Die Fähigkeit zur Empathie ist bei Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt. Auch war bislang unklar, wann sie genau entsteht. Nun kommen Forscher zu dem Ergebnis, das erst Vierjährige die Denkweise eines anderen nachvollziehen können – und nicht schon jüngere Kinder, wie bisher vermutet wurde.
In einigen Bundesländern dürfen Fitness-Studios wieder öffnen. Doch das Trainieren wird ein anderes sein. Denn gut trainierte Sportler können zu wahren Virenschleudern werden. Ein Sportwissenschaftler erklärt, was im Sportstudio jetzt zu beachten ist und warum auf ein hartes Training verzichtet werden sollte.
Anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai warnen Experten vorm Rauchen. Der Qualm schädigt nicht nur die Lunge. Er lasst auch Arterien schneller verkalken und fördert Diabetes.
 
 
. Interviews
Noch müssen Ärzte in Deutschland keine Triagierung von COVID-19-Patienten vornehmen. Doch was wenn, die Intensivkapazitäten auch hier zu Lande nicht reichen? Gesundheitsstadt Berlin hat über das bedrückende Thema mit Prof. Dr. Elisabeth Steinhagen-Thiessen gesprochen. Die Charité-Medizinerin befasst sich als Mitglied des Deutschen Ethikrats und einer soeben eingerichteten Task Force des Berliner Senats intensiv mit dem Worst-Case-Szenario „Triagierung“.
Work-Life-Balance, geregelte Arbeitszeiten – in altersgemischten Stationsteams prallen Welten aufeinander. Wie sich der Generationenkonflikt im Krankenhaus lösen lässt, weiß Professor Wolfgang Kölfen, Chefarzt und Kommunikationsberater aus Mönchengladbach.